| Bei den Schlachtschiffen der Super
Yamato-Klasse handelt es sich um geplante Schlachtschiffe, die mit ihrer
Bewaffnung alles bisher da gewesene übertreffen sollten. Der Plan
zum Bau der Schiffe wurde jedoch nie realisiert.
1941 entwickelte die japanische Marine das V.
Flottenbauprogramm das 1942 zur Ausführung gelangen sollte. Dieser
Plan sah nicht nur ein fünftes Schiff der Yamato-Klasse vor, sondern
auch die unter dem Entwurf A-150 geführten Schiffe der Super Yamato-Klasse.
Das Flottenbauprogramm sah zwei dieser Schlachtschiffe vor, und zwei weitere
in den nächsten Flottenprogrammen. Die ersten beiden Schiffe sollten
auf der Marinewerft Yokosuka (Baunummer 798) und der Marinewerft Kure (Baunummer
799) gebaut werden. Mit diesen hoffte man die USA davon abzuhalten, einen
Krieg gegen Japan zu beginnen, da es in der ganzen Welt zu Unverständnis
gekommen wäre, wenn die USA entgegen ihrem eigenen weltweit propagierten
Verzicht auf große Schlachtschiffkaliber, die Kaliber ihrer Schlachtschiff
erhöht hätten. Dies hätten sie jedoch zwangsläufig
machen müssen, wenn sie auf die japanischen Schlachtschiffe reagieren
wollten.
Für die Konstruktion der Super Yamato-Klasse
wollte man die Abmessungen und die Form der Yamato-Klasse übernehmen,
aber anstatt neun 46,0 cm Geschütze in drei Drillingstürmen zu
verwenden, sah der Entwurf sechs 51,0 cm Geschütze in drei Zwillingstürmen
vor. Dabei sollte die Verdrängung nahezu unverändert bei ca.
70.000 ts bleiben, denn der Zwillingsgeschützturm wog gerade einmal
240 t mehr als der Drillingsgeschützturm der Yamato. Von den 2.750
t des 51,0 cm Turmes entfielen 661 t auf die beiden Geschütze. Die
Verwendung des 51,0 cm Kalibers wird auch dadurch deutlich, dass man nachdem
die Schlachtschiffe der Super Yamato-Klasse gebaut worden waren, die fünf
Schiffe der Yamato-Klasse ebenfalls mit den 51,0 cm Zwillingstürmen
ausrüsten wollte.
Schon 1939 wurde mit den Entwicklungsarbeiten
begonnen, so dass schon frühzeitig ein 1:1 Modell der Munitions- und
Umladekammern vorhanden war, um den bestmöglichsten Schutz zu erproben.
Die Entwicklung des 51,0 cm Geschützes wurde stark an die 46,0 cm
SK L/45 Type 94 der Yamato-Klasse angelehnt. Die neuen Geschütze hätten
jedes andere Schiffsgeschütz, das es je gab übertroffen. So wog
zum Beispiel ein Rohr 227 t. Eine Granate des 51,0 cm L/50 Geschützes
(20,1 ") hätte eine Masse von ca. 1.900 kg auf die Waage gebracht.
Im Jahre 1941/42 wurden die Entwicklungsarbeiten
an den 51,0 cm Geschützen allerdings eingestellt und somit der Plan
für die Super Yamato-Klasse aufgeben. Wie ernst es Japan einmal mit
der Super Yamato-Klasse war, zeigten die für das VI. Flottenbauprogramm
geplanten, vier neukonstruierten und 100.000 ts verdrängenden Schlachtschiffe
mit acht 51,0 cm Geschützen in vier Zwillingstürmen, die die
hohe Kunst des japanischen Schlachtschiffbaus wiederspiegeln sollten.
Text by Wotan |