Martin Marietta X-24


X-24A Lifting Body

 
Die X-24 wurde Ende der 60er Jahre im Rahmen des USAF/NASA-"Lifting Body"-Programms entwickelt. Das Programm diente zu Erforschung der Flug- und Manövriereigenschaften von flügellosen Auftriebskörpern. Die ursprüngliche X-24A hatte eine Dreiecksform mit flacher Unter- und gewölbter Oberseite, die am Heck in ein Dreifachseitenleitwerk auslief. Dabei wirkten die beiden äusseren Leitwerksflossen wie umgeklappte Flügelspitzen. Den ersten Flug mit dem Thiokol-Raketentriebwerk absolvierte die X-24 im März 1970 nach dem Start von einer B-52 als Trägerflugzeug. Nach 28 Testflügen wurde die Maschine ausführlichen Modifikationen unterworfen. Das Ergebnis war die X-24B. Sie hatte einen zusätzlichen spitz zulaufenden Bug sowie kleine Auftriebsflächen am Heck erhalten. Die runde Form der urprünglichen X-24A-Zelle wirkt durch die höhere Position wie ein Höcker. Zwischen August 1973 und November 1975 wurden mit diesem Flugzeug weitere 10 Gleiflüge und 26 Einsätz mit dem Raketentriebwerk geflogen. Die X-24 bestätigte das Konzepts eines flügellosen Autfriebskörpers und die mit ihr gemachten Erfahrungen kommen der Entwicklung eines Rettungsfahrzeugs (CRV) für die Internationale Raumstation (ISS) im Rahmen des X-38 Programms zugute.


X-24B

 
Bezeichnung des X-Flugzeugs: X-24
Typ: überschallschnelles Auftriebskörper-Testflugzeug
Hersteller: Martin Marietta
Antrieb: Thiokol-XLR-11 Raketentriebwerk
Schub (kp): 3.629
Höchstgeschwindigkeit: Mach 1,76
Max. Startgewicht (kg): 5.000 (X-24A)
5.896 (X-24B)
Länge (m): 7,47 (X-24A)
11,43 (X-24B)
Spannweite (m): 4,18 (X-24A)
5,84 (X-24B)
Flugdauer mit Eigenantrieb: 15 Minuten
Produktionszahlen: 1


Das Cockpit der X-24B


X-24B im Flug

 
zur Liste

Pictures by NASA Dryden Flight Research Center.