Codenamen militärischer Operationen im Zweiten Weltkrieg

Übersicht
     
 
In Kriegszeiten, oft auch im Frieden, erhalten Dinge von militärischer Wichtigkeit Tarnnamen. Diese können für so ziemlich alles vergeben werden, seien es Operationen, Pläne, Orte, Konferenzen, Waffen oder gar Personen.
Das hat meistens den Zweck, die wahre Natur der Sache zu verschleiern. Ein Codename kann aber auch durch seine Namensgebung eine gewisse Stärke demonstrieren, um Eindruck beim Gegner zu machen. In dieser Liste werden nur sog. Operationen behandelt. Orte, Konferenzen, Minenfeldnamen oder dergleichen werden nicht berücksichtigt, da dies den schon umfangreichen Rahmen deutlich sprengen würde.

Deutschland verwendete als erste Nation Tarnnamen im Ersten Weltkrieg, alle anderen Nationen übernahmen dieses Vorgehen während des Krieges teilweise.
Speziell die USA verwendeten im Ersten Weltkrieg keine Tarnnamen, gingen danach jedoch dazu über, Vorsorgepläne mit Farben zu benennen, z.B. „Plan Orange“. Für die verschiedenen parallelen Szenarien gingen den USA aber bald die Farben aus und man verwendete fortan eher allgemein übliche Namen oder Zahlen bzw. deren Kombination. Ein typischer Fall ist der so genannte Rainbow Plan, eine Matrix von verschiedenen Vorsorgeplänen. In ihm wurden auch die alten „Farbpläne“ integriert.
Im Zweiten Weltkrieg benutzten beide Machtblöcke (Alliierte und Achsenmächte) reichlich Codenamen für ihre jeweiligen Operationen.

Die Alliierten verwendeten in der Mehrzahl beliebige Namen ohne großen Bezug zur Operation, wenn dies doch der Fall war dann eher zufällig. Natürlich gab es auch Ausnahmen, wie z.B. „Big Week“ als Codename für eine groß angelegte Bomberoffensive der Alliierten gegen Deutschland.

Im späteren Verlauf des Krieges wurden auf deutscher Seite den Tarnnamen gerne eine spezielle Aussagekraft verliehen, siehe „Donnerschlag“ oder „Feuerzauber“. Japan verhielt sich bei der Auswahl der Codenamen ähnlich wie Deutschland. Oft wurden verheißungsvolle Namen wie „Sieg“ oder mystische Begriffe wie „Göttlicher Wind“ verwendet.
Während militärische Ereignisse bei den Alliierten meistens „Operations“, also Operationen genannt wurden, verwendeten die Deutschen vorzugsweise den Ausdruck „Unternehmen“. Bei Vorsorge- oder Strategieplänen nannten die Deutschen diese gerne „Fall“, die Alliierten schlicht „Plan“.
Bei der Suche nach entsprechenden Quellen im Internet über Suchmaschinen sollte dies beachtet werden. Das Schlüsselwort „Operationen“ führt einen dabei genauso zu endlos vielen nicht gewünschten Treffern wie „Unternehmen“, falls man nach militärischen Belangen sucht. Diese Liste soll einem einem zusätzliche Stichworte für weiterführende Recherchen liefern. Sie erhebt weder einen Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit. Operationen, bei denen wichtige Informationen fehlen, z.B. die Datumsangabe oder eine eingehende Beschreibung, wurden nicht aufgenommen.

 
 
Auswahl
 
 
 
A F K P U Z A F K P U Z
B G L Q V   B G L Q V  
C H M R W   C H M R W  
D I N S X   D I N S X  
E J O T Y   E J O T Y  
 
 
Liste der verwendeten Quellen

Literatur:
 
Ü Angriffshöhe 4000, Cajus Bekker, Bechtermünz Verlag, ISBN# 3828903061
Ü Decknamen deutscher Unternehmen und Vorhaben im Zweiten Weltkrieg, Werner Uhlich, In: Jahresbibliographie der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart, Jahrgang 44, 1972, Seite 490-534, Bernard & Graefe Verlag
Ü Der Krieg, der nicht stattfand: …, Günther W. Gellermann, Bernard & Graefe Verlag, ISBN# 3763758046
Ü Der Zweite Weltkrieg, Janusz Piekalkiewicz, Weltbild Buchverlag, ISBN# 389350544X
Ü Die deutsche Luftfahrt-Flugerprobungsstellen bis 1945, Heinrich Beauvais, Bernard & Graefe Verlag, ISBN# 3763761179
Ü Drama zwischen Budapest und Wien - Der Endkampf der 6. Panzerarmee 1945, Georg Maier, Munin-Verlag, ISBN# 3921242584
Ü Kommandotrupps 1939-1945, ´Brandenburger´ und Abwehr im weltweiten Einsatz. Band 1, Franz Kurowski, Motorbuch Verlag, ISBN# 3613020181
Ü Krieg im Pazifik 1941-1945, Andrew Wiest und Gregory Louis Mattson, Edition Zeitgeschichte, ISBN# 3854924836
Ü Operation Overlord, Tony Hall, Motorbuch Verlag, ISBN# 3613024071
Ü Spione, Agenten, Soldaten – Geheime Kommandos im Zweiten Weltkrieg, Janusz Piekalkiewicz, Bechtermünz Verlag, ISBN# 3828902979
Ü Tief im Hinterland des Gegners - Ausgewählte Unternehmen deutscher Nachrichtendienste im Zweiten Weltkrieg, Günther W. Gellermann, Bernard & Graefe, ISBN# 3763759980
Ü Waffen und Geheimwaffen des Deutschen Heers 1933-1945, Fritz Hahn, Bernard & Graefe Verlag, ISBN# 3763759158

Links:
 
Ü http://acn.waw.pl/bs/index.htm
Ü http://freedictionary.com
Ü http://marina.fortunecity.com
Ü http://www.archives.gov
Ü http://www.army.mil
Ü http://www.combinedfleet.com
Ü http://www.csn.ul.ie/~dan/war/default.html
Ü http://www.geheimprojekte.org
Ü http://www.geocities.com
Ü http://www.go2war2.nl
Ü http://www.infobitte.de
Ü http://www.jop-kriegskunst.de
Ü http://www.orbat.com
Ü http://www.specialoperations.com
Ü http://www.vojska.net
Ü http://www.wikipedia.org
Ü http://www.wlb-stuttgart.de/bfz/marine/index.htm
Ü http://www.worldatwar.net
 
 
Danksagungen

Besonderer Dank an folgende Personen und Organisationen für Ihre freundliche Unterstützung sowie deren Genehmigung zur Verwendung Ihres Informationsmaterials:
 
Ü Thomas Weis von der Württembergischen Landesbibliothek, Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart, www.wlb-stuttgart.de/bfz/marine/index.htm
Ü Dennis Burke von „The War Room“, www.csn.ul.ie/~dan/war/default.html
Ü Wilco Vermeer und Kevin Prenger von www.go2war2.nl a product of STIWOT (www.stiwot.nl)
Ü Team Delta von www.geheimprojekte.org
Ü Ivan Bajlo von www.vojska.net
 
 

 

Autor Dirk, Layout UncleK. Tabellenversion: V1.0 vom 07. April 2005
 
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