75th Ranger Regiment (light)
"Rangers - Lead the Way !"


2. Weltkrieg: Ranger machen sich bereit für die Anlandung bei Anzio 1943.

 
Vorgeschichte

Die Vorgänger aus Kolonialzeit und früheren Jahren

Die Ursprünge der heutigen Ranger - Einheiten gehen bereits auf die jungen Jahre der Vereinigten Staaten zurück. Sogar bis in die Kolonialzeit. Die deutliche Verschlechterung der politischen Lage zwischen Frankreich und Großbritannien um das Jahr 1750, hatte auch Auswirkungen auf die "Neue Welt". So griff schließlich der Siebenjährige Krieg auch auf die Kolonien über. Die Franzosen starteten mit Hilfe von eigenen Siedlern und freundlich gesinnten Indianerstämmen Angriffe gegen die Kolonien der Briten. Anfangs kämpften die Briten, wie in Europa, mit geschlossenen Verbänden in unwegsamen Gelände. Diese Kampfweise brachte ihnen gegen die nach Waldläufertaktik agierenden Franzosen schwere Verluste ein. Um dieser Kampfweise etwas entgegenzusetzen, bildete der aus New-Hampshire stammende Major der Miliz, Robert Roger, einen improvisierten Verband aus erfahrenen Grenzern, Jägern und Fallenstellern. Diese wurden unter dem Namen "Roger Rangers" weltberühmt und brachten dem Feind starke Verluste bei. 
Nach der Unabhängigkeit der Kolonien, stellte die junge Regierung erneut eine Rangereinheit auf, in dem Wissen ihrer Erfolge in den Jahren zuvor. Der Verband, offiziell als "The Corps of Ranger" bezeichnet, wurde später unter dem Namen "Morgan's Rifles" bekannt. Diese Einheiten, geführt von Oberst Morgan und gespickt mit zahlreichen Veteranen der ersten Stunde, brachte den ehemaligen Kolonialherren schwere Verluste bei und hatte großen Anteil an der Unabhängigkeit Amerikas von Großbritannien. In den weiteren Kriegen der jungen Nation gegen Indianer, Mexikaner, oder auch im Krieg von 1812, waren wieder nach Rangergrundsätzen agierende Einheiten aktiv. Im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65) wurden auf Seite der Südstaaten die "Mosby Rangers" mit mutigen und risikoreichen Aktionen im feindliche Hinterland bekannt.

Ranger im 2. Weltkrieg (1939-45)

Die Aktionen der "Brandenburger", einer deutschen Spezialeinheit, oder auch die Eroberung Eben Emaels durch deutsche Fallschirmjäger, führte den Alliierten schmerzlich vor Augen, dass ihnen solche Mittel nicht zu Verfügung standen
Die britische Regierung reagierte am schnellsten und begann mit der Aufstellung der "Commandos", deren Aufgaben vorwiegend Sabotageakte hinter den feindlichen Linien war. Dieses Konzept nahm man als Vorbild für das am 19. Juni 1942 in Carrickferus (Nordirland) aufgestellte 1. Rangerbataillon. Ausschließlich speziell geschulte und ausgewählte Soldaten, die zahlreiche Lehrgänge an der britischen Comanndo - Schule zu absolvieren hatten, bekamen die Möglichkeit sich diesem Verband von Major William O. Darby anzuschließen. Die erste Feuerprobe für die Rangers stellte die am 19. August 1942 durchgeführte amphibische Landung nahe der nordfranzösischen Stadt Dieppe dar. Die Mission war ein totaler Fehlschlag. Mehr als die Hälfte der eingesetzten 6.100 Soldaten fielen, wurden verwundet, oder gerieten in Gefangenschaft. Auch 50 Ranger nahmen an dem Gefecht teil. Nur 5 von ihnen kehrten nach Hause zurück.
Der erste Einsatz des gesamten Bataillons war am 8. November 1942. Der nächtliche Angriff auf den französischen Marinestützpunkt Arzew war ein erster großer Erfolg. Durch die Bildung des Brückenkopfes und den darüber anrollenden Nachschub an Mensch und Material, eröffnete sich für das deutsche Afrika Korps eine zweite Front. Beflügelt durch den Erfolg zahlreicher Kommandoaktionen in Afrika, lobte der amerikanische Präsidenten seine Ranger und stellte vier weitere Bataillone auf, die schnellstmöglich einsatzbereit gemacht wurden.
Die Rangereinheiten waren sowohl an dem verlustreichen Angriff auf die italienische Insel Sizilien beteiligt (10. Juli 1943), als auch bei der Landung westlich Salernos, womit sie nun endlich die den Russen versprochene zweite Front eröffneten. Doch Italien sollte für "Darbys Ranger" zum Grab werden. Alle drei in Italien eingesetzten Bataillone wurden durch deutsche Panzerverbände nahezu aufgerieben und weniger als 200 Mann der ersten Stunde kehrten als Ausbilder in die USA zurück Auch Darby selbst sollte in Italien sein Grab finden. Im Frühjahr 1945 wurde der Offizier, der immer von vorne führte, bei einem feindlichen Artillerieüberfall getötet.
Der erhoffte Durchbruch in Italien gelang allerdings nicht und so musste von Seiten der Alliierten eine dritte Front, in Frankreich, errichtet werden. Diese als Operation "Overlord" bekannt gewordene größte amphibische Landung der Weltgeschichte begann am 6. Juni 1944. Die Ranger des 2. und 5. Bataillon sollten mal wieder die Speerspitze der Landungstruppen darstellen und so fiel ihnen die Erstürmung der feindlichen Geschützstellungen bei Pointe du Hoc am Strandabschnitt Omaha Beach zu. Dieser Abschnitt der Rangergeschichte ist legendär und fester Bestandteil der Tradition des heutigen 75th Ranger Regiments. Nach harten und tagelangen Gefechten gelang es den Rangern, die ihnen zugewiesenen Strandabschnitte zu erobern und zu halten. Die Verluste waren enorm. 60% der angelandeten Rangereinheiten kamen bei diesen Gefechten ums Leben. Nachdem die ebenfalls angelandete 29. Infanteriedivision nicht so recht voran kam, begab sich der stellvertretende Divisionskommandeur, Brigadegeneral Cota nach vorne an die Front. Dabei fiel sein Blick auf einige Ranger und er fragte nach deren Einheit. "Wir sind Rangers !" antworteten die Angesprochenen im Chor. Daraufhin gab der General den Befehl, der später das Motto der Ranger werden würde: "Lead the Way Rangers !" (Bahnt den Weg Rangers, nach vorne!) Tatsächlich gelang dank der im Frontalangriff nach vorne gehenden Ranger der Ausbruch aus den festgefahrenen Stellungen Weitere harte Einsätze folgten bei der Ardennenoffensive im Dezember 1944, in der Schlacht um Aachen und schließlich während der Besetzung Deutschlands.
Eine weitere Einheit, welche nach Rangergrundsätzen ausgebildet wurde und auf dem pazifischen Kriegsschauplatz kämpfte, waren die "Merrill's Marauders". Unter dem Kommando des späteren Generalmajors Frank D. Merill wurde die 5307th Composite Unit (Provisional) gebildet. Sie kämpfte Seite an Seite mit den Chinesen gegen die japanischen Besatzer in Burma, wobei ein legendärer 1.000 Kilometer - Marsch absolviert wurde. Die anfangs 3.000 Mann starke Einheit wurde am 1. Juli 1945 aufgelöst, nachdem lediglich 120 Soldaten in die Heimat zurückkehrten.


2. Weltkrieg: US Ranger werden von britischen Commandos unterrichtet. 


Airborne-Ranger im Koreakrieg (1950-1953)

Nach dem 2. Weltkrieg sah die US Army keinen Einsatzzweck mehr für die Ranger-Formationen und löste sie auf. Doch der Überfall Nordkoreas auf den Süden des Landes und das verzweifelte Ringen der schwachen UN-Streitkräfte, zeigte das auch hier schnell einsatzbereite und gut geschulte Kämpfer wie die Ranger von Nöten waren. So wurde ab dem 1. Oktober 1950 in Fort Benning von Oberst John Gibson Van Houton eine Ranger-Ausbildungsgruppe aufgestellt. Für den Dienst in den zukünftigen Rangerkompanien meldeten sich über 5.000 Soldaten freiwillig, obwohl viel weniger gebraucht wurden. Mitte November 1950 verließen die ersten Ranger ihre Heimatstandorte um in den Krieg nach Korea zu ziehen. Auf dem dortigen Kriegsschauplatz bewährten sie sich ausgezeichnet, mussten aber auch teilweise Verluste von 40% bis 90% hinnehmen.
Ein legendäres Gefecht bildete "The 299 Turkey Shoot". Hier gelang es einem 33köpfigen Zug der 8. Rangerkompanie zwei feindliche Kompanien vernichtend zu schlagen. Der Rangerzug hatte nur leicht Verletzte beim Kampf um die Höhe 299, während dessen die Angreifer über 70 Tote zu beklagen hatten. Oftmals sprangen die Ranger noch als "Feuerwehr" in diversen kritischen Bereichen der Front ein und absolvierten auch Kampfabsprünge über feindlichem Gebiet. Am 14. Juli 1951 wurden alle Rangerkompanien aufgelöst.

Ranger in Vietnam

Ein weiterer Krisenherd in Asien entwickelte sich ab 1960: Vietnam. Die ersten dort eingesetzten Verbände waren die Special Forces, auch " Green Barets" genannt. Nach dem offiziellen Kriegseintritt der USA im Jahre 1965, zeigte sich aber auch ein Mangel an gut ausgebildeten Aufklärungseinheiten. So stellten zahlreiche Divisionen der US Army eigene Fernspähtrupps in Dienst, welche oftmals als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu diesen Einheiten Aufnäher am Oberarm trugen, die mit "RANGER" oder "LRRP" beschriftet waren. Um dem ganzen inoffiziellen Einheitengewirr ein Ende zu bereiten, wurden alle Einheiten und Trupps Ende 1968 im 75. Infanterieregiment zusammengefasst. Als Vorbild und Traditionsträger dieses Verbandes dienten die im 2. Weltkrieg eingesetzten "Merrill's Marauders" (siehe oben). So hatten die Trupps nun richtige Bezeichnungen wie z.B. A-Company, 75th Infantry (Ranger). Allerdings war das Regiment nur provisorisch und Führungs- oder gar Unterstützungsstrukturen gab es nicht.
Die Rangertrupps infiltrierten meist mit Hubschraubern das feindliche Gelände und hatten die Aufgabe wichtige Gefangene zu nehmen, Fernspäheinsätze durchzuführen oder Hinterhalte aufzubauen. Neben den Trupps des 75. Regimentes gab es aber auch noch diverse andere nach Rangerart operierende Einheiten wie z.B. die "Blackhawk-Rangers" des 1. Kavallerieregimentes oder die "Kit-Carson-Scouts". Diese Einheiten durchliefen meist als Ausbildung einen zweiwöchigen Crash-Kurs und der Rest musste im vietnamesischen Dschungel erlernt werden. Gerne arbeiteten die Ranger auch mit den US Navy Seals und den anderen mit Kanonenbooten ausgerüsteten Einheiten der Navy zusammen.
Das Ende des Vietnamkrieges brachte auch das Ende für diese Ranger-Einheiten, doch etliche Männer blieben leider auch für immer in Vietnam zurück.


Vietnamkrieg: Ein Angehöriger einer Ranger-Einheit geht kurz nach der
Hubschrauberanlandung in Stellung mit seinem M60 MG.


Geschichte der modernen Rangerbataillone

Die Gründung

Nach dem Debakel des Vietnamkrieges wurde die einst glanzvolle und ruhmreiche US Army nur noch belächelt und musste schließlich von einer Wehrpflichtigen-, zu einer Freiwilligenarmee umgestaltet werden. Dank dieser Umstellung unterschritten zahlreiche Einheiten ihre Sollstärke um ein Vielfaches. Im Krisenfall wäre die US Army in ernsthafte Schwierigkeiten gekommen und so ordnete der damalige Oberbefehlshaber der Army, General Abrams im Januar 1974 die Aufstellung eines Luflande-Ranger-Bataillons an. Als zukünftiger Standort wurde zunächst Fort Stewart zugewiesen, doch später wurden die Ranger nach Savannah, Georgia verlegt. Im Juli 1974 war die vorläufige Aufstellung und Ausbildung abgeschlossen.
Die Ranger wurden geschaffen, um eine leichte luftlandefähige Infanterie zu besitzen, welche binnen weniger Stunden an jedem Ort der Welt sein konnte. Sie sollten befähigt sein bis zu fünf Tage in feindlichem Gebiet zu operieren. Die Aufgaben der Ranger waren und sind:

Ü Evakuierungeinsätze zur Rettung bedrohter US-Staatsbürger im Ausland
Ü Unterstützung für Spezialverbände
Ü Luftlandunternehmungen im feindlichen Hinterland zur Zerschlagung oder Störung feindlicher Aktivitäten
Am 1. Oktober 1974 wurde das 2. Bataillon (RANGER) 75. Infanterie aufgestellt. Als Garnison wurde Fort Lewis/Washington ausgewählt um somit je ein Ranger-Bataillon an der Ost- und Westküste der USA zu haben. Die Rangertruppen wurden Teil der damaligen Schnellen Eingreiftruppe (Rapid Deployment Force), welche bei Bedarf innerhalb weniger Stunden eingreifen konnte.
Um die Ranger in jeder Klimazone einsetzen zu können, wurden zahlreiche Übungen in Panama (Dschungelkampfausbildung) und Alaska (Winterkampf) veranstaltet. Auch Verlegungen im Rahmen der REFORGER-Übungen standen an.
Bei der missglückten Operation "Eagle Claw" zur Befreiung der Geiseln 1980 im Iran, wären auch fast die Ranger zum Einsatz gekommen. In letzter Sekunde wurde die Mission, die Erstürmung eines nahegelegenen Flugplatzes, abgesagt. Doch der erste Kampfeinsatz sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Operation "Urgent Fury" (Grenada 1983)

Durch einen blutigen Staatsstreich sicherte sich eine kommunistische Gruppe die Macht auf der kleinen Insel Grenada. Sofort erklärten sich Kuba und andere "sozialistische Bruderstaaten" bereit, Berater zu entsenden und zu unterstützen. Zahlreiche Gründe wie die Ermordung des Premierministers Maurice Bishop, die Bitten einer Gemeinschaft Ostkaribischer Staaten und die Geiselnahme von amerikanischen Medizinstudenten, gaben den Ausschlag für die Intervention der USA und anderer karibischer Staaten.
Neben umfangreichen Navy-Einheiten und Marines sollten auch die Ranger zum Einsatz kommen. Am 24. Oktober erfolgte der lang erwartete Einsatz. Gegen 22 Uhr gingen rund 550 Soldaten der beiden Rangerbataillone an Bord von 18 C-130 Flugzeugen. Auf dem achtstündigen Flug bis ins Einsatzgebiet wurden die Soldaten in die Lage eingewiesen
. Der Kampfabsprung sollte über dem Flugplatz Point Salinas stattfinden, wo die Ranger schnellstmöglich feindliche Einheiten und die Flugabwehr niederkämpfen sollten, um so weiteren Truppen die Landung zu ermöglichen. Am Einsatzort angelangt, wurden die Ranger durch starkes Luftabwehrfeuer empfangen, was die Transportmaschinen zum abdrehen zwang. Es konnten nur ein knappes Duzend Ranger abgesetzt werden.
Die schon gelandeten Ranger igelten sich ein und konnten dank massivster Luftunterstützung durch AC-130 "Gunships" die Stellung halten. Um dem feindlichen Feuer zu entgehen wurde ein Absprung aus niedrigster Höhe durchgeführt. Doch dank diesem Umstand konnte die geplante Anlandung von Fahrzeugen nicht erfolgen und so wurde das Material zusätzlich noch den Ranger mitgegeben. Um 11 Uhr Ortszeit befand sich der Flugplatz in amerikanischer Hand und daran konnte auch ein feindlicher Gegenangriff mit Unterstützung von zwei BTR-70 nichts mehr ändern. Ein weiterer Einsatz der Rangerbataillone stand am 26. Oktober an. In der Nähe der Stadt St. George wurden US-Studenten durch kubanische Kräfte festgehalten. Die Ranger näherten sich mit Hubschraubern des Marine Corps und erhielten umfangreiche Luftunterstützung. Innerhalb kürzester Zeit konnten die feindlichen Kräfte vertrieben und die Studenten in Sicherheit gebracht werden.
Eine weitere Hubschrauberanlandung erfolgte gegen das Militärlager Calviginy. In vier Blackhawk - Hubschraubern befanden sich etwa 60 Ranger, welche die Aufgabe hatten den Stützpunkt im Handstreich zu nehmen. Die eigene Aufklärung stellte fest, dass sich dort ein Ausbildungslager und größere Truppenansammlungen befanden. Vorsorglich erfolgte ein Luftangriff mit A-6 und AC-130 Flugzeugen. Auch setzte intensives Artilleriefeuer ein, um die feindliche Abwehr zu schwächen. Nach der Anlandung begannen die Ranger das Lager unter Feuer zu nehmen, was aber von einer Verkettung unglücklicher Umstände überschattet wurde: Drei Hubschrauber stießen aus ungeklärter Ursache zusammen und stürzen ab. Im Lager befanden sich nur kleinere Truppenansammlungen, welche das Feuer auf die Ranger eröffneten, aber schon bald zum Schweigen gebracht werden konnten. Hiermit waren die Aufgaben der Ranger beendet und sie wurden durch Fallschirmjäger der 82th Airborne Division und Soldaten des US Marine Corps abgelöst. Die Unruhen auf der Insel hörten dank der Intervention der Amerikaner und der weiteren karibischen Staaten auf, und 90% der Bevölkerung wünschten später sogar den Anschluß an die USA. Für die Ranger bedeutete Grenada einerseits endlich die verdiente Anerkennung, aber auch den Verlust von 7 Soldaten.

Die "heißen" Jahre des Kalten Krieges

Als Dankeschön für ihre Verdienste als Speerspitze in der Operation "Urgent Fury", erhielten die Ranger den Regimentstatus und neue Verbände. So wurde im Juli 1984 in Fort Benning das 3. Rangerbataillon sowie die Regimentstabskompanie in Dienst gestellt.
Die Ranger erhielten nun die Bezeichnung 75th Ranger Regiment (Light). Neben der Vergrösserung auf nun knapp 2.300 Mann, wurden die Ranger überraschenderweise in das neugegründete SPECIAL OPERATIONS COMMAND übernommen. Hier bilden sie zusammen mit den "Green Baretts" und anderen diversen Spezialverbänden, wie den Navy-Seals, oder den Air Force Commandos die unkonventionellste Streitmacht Amerikas. Doch die Aufgaben der Ranger änderten sich nicht dramatisch. Sie bilden eher die konventionelle Unterstützung für Spezialoperationen anderer Verbände. Ihr Einsätze, welche immer im Minimum auf Kompanie- bis Battaillonsstärke abliefen, blieben auch weiterhin bestehen. In jenen Tagen, als sich der kalte Krieg auf einem neuen Höhepunkt befand, demonstrierten die Ranger immer wieder ihre Einsatzbereitschaft. So bildeten wieder zahlreiche Einsätze im Rahmen von REFORGER-Übungen einen Schwerpunkt, welche die Ranger öfters nach Europa führte. Glücklicherweise wurde der Kalte Krieg nie zu einem "richtigen" Krieg und die Ranger kamen nicht zum Einsatz.

Operation JUST CAUSE (Panama 1989)

Für die Vereinigten Staaten bildete sich in den 80er Jahren neben dem Warschauer Pakt ein weiterer Feind: Die süd- und mittelamerikanischen Drogenkartelle. Diese lieferten immer größere Mengen jeglicher Art von Drogen in die "westliche Welt", insbesondere in die USA. Präsident Reagan sagte den Kartellen den Kampf an und schon bald befanden sich zahlreiche Special Forces in vielen südamerikanischen Ländern und berieten die dortigen Regierungen im Kampf gegen diesen Feind. Die Kartelle waren mächtige Organisationen, mit eigenen Privatarmeen und paramilitärischen Kräften deren Einfluss in vielen Staaten bis in oberste Regierungskreise reichte. 
Ein Dreh- und Angelpunkt befand sich hierbei in Panama, wo sich amerikanische Soldaten im Rahmen von Abkommen zum Schutz des Panamakanals aufhielten. Doch Manuel Antonio Noriega, panamesischer Präsident, Drogenhändler und ehemaliger CIA - Agent, überschätzte seine Kompetenzen und es kam zu mehreren Zwischenfällen, welche den Tod von US-Soldaten zur Folge hatten.
In seiner Maßlosigkeit erklärte Noriega sogar den Vereinigten Staaten den Krieg, worauf Präsident Bush reagierte, indem er amerikanische Streitkräfte in Panama einmarschieren ließ. Zu den ersten amerikanischen Kräften zählte das Ranger Regiment. Am Morgen des 20. Dezember 1989 sprangen die Soldaten des 1st Ranger Bataillon und die C-Kompanie des 3rd Ranger Bataillon über dem Flugplatz Omar Torrijos ab und nahmen ihn nach kurzem, aber heftigem Feuergefechten ein.
Das 2nd Ranger Bataillon und die restlichen Soldaten des 3rd Ranger Bataillon nahmen an einem weiteren Kampfabsprung teil. Hierbei eroberten sie den Flughafen Rio Hato und schalteten zwei Kompanien der panamesischen Streitkräfte aus. Die Ranger beteiligten sich auch noch an der anfangs erfolglosen Suche nach dem diktatorischen Staatführers Panamas und kehrten danach wieder in die Staaten zurück. JUST CAUSE bestätigte den Ruf der Ranger erneut, aber sie verloren auch 5 Kameraden in Panama.

Operation DESERT STORM (Irak 1990/91)

Dem Ranger Regiment blieb nach Panama nur eine kurze Verschnaufpause, denn im August 1990 nahmen irakischen Truppen Kuwait ein. Trotz des Drucks von Seiten der UNO auf den Irak und dessen Diktator Saddam Hussein, blieben die irakischen Truppen im besetzten Gebiet. Nach zähen, aber erfolglosen Verhandlungen, kam die internationale Staatengemeinschaft zu dem Entschluss, den Konflikt militärisch zu lösen. Schließlich griffen die alliierten Truppen unter der Führung der Vereinigten Staaten im Januar 1991 den Irak an. Der Golfkrieg war aber eher ein Krieg der gepanzerten Gefechtsführung, und nicht der von Luftlandeaktionen.
Das Ranger Regiment entsandte die B-Kompanie und den 1. Zug der A-Kompanie des 1st Bataillon an den Golf, welche die Leibwache General Schwarzkopfs bildeten, dem kommandierenden Oberbefehlshaber der Truppen. Doch es kam auch zu Kampfeinsätzen. So gelang es trotz starker Luftangriffe nicht, eine strategisch wichtige Fernmeldeanlage des Iraks zu zerstören. Schließlich befahl man den Rangers den Sturm gegen diese Anlage. Im Februar 1991 zerstörte schließlich die Kompanie die Sendemasten und das Gerät, nachdem sie von Helikoptern angelandet wurden. Die Rangereinheiten überstanden den Golfkrieg ohne weitere Verluste.

UNOSOM Somalia 1993/94 ("Blackhawk Down")

Nach dem Sturz des somalischen Diktators/Despoten Siad Barre 1991 kam es zu einem Bürgerkrieg. Keiner der Clans (der dominierenden Gruppierungsart in Somalia) konnte das dadurch entstandene Machtvakuum füllen. Einer gewaltigen Hungersnot, als Folge des Krieges und auch bedingt durch Missernten, fielen mehr als 300.000 Menschen allein zwischen Januar 1991 und Januar 1992 zum Opfer. Die UNO reagierte erstmals in ihrer Geschichte und entsandte Truppen, um Nahrung zu verteilen, die Ordnung wiederherzustellen und die verfeindeten Clans zu Verhandlungen zur Bildung einer neuen Zentralregierung zusammenzuführen. Doch speziell der Habr Gedir-Clan, unter Leitung des ehemaligen Generals Mohammad Farra Aidid, war nicht daran interessiert, seine Macht in einer neuen Regierung zu teilen. Aidids Druckmittel war der Hunger. Er ließ Konvois mit Nahrungsmitteln überfallen, damit seine Gegner geschwächt wurden und er die Herrschaft erkämpfen konnte. Die UNO erklärte Aidid nach einem brutalen Angriff auf einen pakistanischen Konvoi zum Feind. Die USA entsandten daraufhin im August 1993 die so genannte „Task Force Ranger“. Diese etwa 450 Mann starke Truppe bestand aus Soldaten der B-Kompanie des 3. Rangerbatallions, der C-Schwadron des 1. SFOD-D (besser bekannt als Delta Force), einer Einheit des 160th SOAR (Helikopter-Spezialeinheit) sowie Airforce CCTs, Fallschirmrettungsspringern und einem SEAL-Team. Die alleinige Aufgabe dieser Streitmacht war es, Aidid festzunehmen und seinen Clan zu entmachten. Als es nicht gelang, Aidid selber aufzuspüren, konzentrierte man sich darauf, seine Führungsriege zu zerschlagen. Solch ein Einsatz, der 7. und letzte der TFR, führte zur „Schlacht von Mogadischu“. Am 3.10.1993 wurde die TFR damit beauftragt, zwei von Aidids wichtigsten Männern im Zentrum von Mogadischu festzunehmen. So flogen die Soldaten nachmittags in 16 Hubschraubern (UH-60 Black Hawk, MH-6 und AH-6 Little Bird) von der Basis der TFR am Flughafen los, um ein Haus in der Nähe des Olympic Hotel zu stürmen. Nach dem erfolgreichen Zugriff sollten die Männer mit einem Konvoi, bestehend aus Hummern und 5-Tonnen LKWs in die Basis zurückverlegen. Die Rolle der Ranger bestand darin, mit vier Gruppen, so genannten Chalks, die Straßen zum Zielgebäude abzuriegeln und so niemanden rein oder raus zu lassen, während die Deltas den eigentlichen Zugriff durchführen würden. Doch bereits beim Abseilen am Zielgebäude kam es zu einem Unfall. Einer der Ranger, PFC Todd Blackburn verfehlte das Seil und fiel aus 25 Metern auf den Boden. Er wurde versorgt und mit 3 Hummern zur Basis zurückgebracht. Währenddessen nahm das Gefecht dramatisch an Intensität zu, aus allen Richtungen strömten Menschen zum Zielgebäude. Die Rangergruppen standen unter schwerem Beschuss. Doch der Zugriff war von Erfolg gekrönt. Kurz bevor sämtliche Gefangenen verladen werden konnten, wurde ein Black Hawk-Hubschrauber von einer RPG getroffen und stürzte in der Stadt ab. Die Ranger machten sich zu Fuß auf den Weg zur Absturzstelle, die sie sichern und dort auf den nachfolgenden Konvoi warten sollten. Dieser schaffte es aber aufgrund des schweren Beschusses unterwegs nicht, zur Absturzstelle durchzukommen und musste sich zur Basis zurückziehen. Zu allem Überfluss war auch noch ein zweiter Black Hawk abgeschossen worden, jedoch in einem so weit entfernten Teil der Stadt, dass bis auf zwei Delta-Scharfschützen niemand dorthin gelangen konnte und die zweite Absturzstelle nach einem stundenlangen Gefecht schließlich am frühen Abend überrannt wurde. Die Truppen am ersten abgeschossenen Black Hawk, alles in allem 99 Mann, behaupteten ihre Stellung die ganze Nacht hindurch, bis ein internationaler Rettungskonvoi aus pakistanischen Panzern und malaysischen gepanzerten MTWs zu ihnen durchbrach und sie rausholen konnte. Die Bilanz dieses fast 18-stündigen Feuergefechts waren 19 tote Amerikaner, 1 toter Malaysier und schätzungsweise 500 bis 1.000 tote Somalis. Die Regierung in Washington reagierte mit Unglauben und Verärgerung, vor allem als Bilder von toten Amerikanern, die von Somalis durch die Straßen geschleift, bespuckt, getreten und misshandelt wurden, durch die Nachrichten gingen. Die öffentliche Meinung verlangte den Abzug der Amerikaner aus Somalia, und dem kam die Regierung Clinton bis Mitte 1994 nach. Ohne die Präsenz der Amerikaner verloren die anderen Staaten das Vertrauen, und sämtliche UNO-Truppen zogen sich aus Somalia zurück. Die UNO war gescheitert, und Somalia versank weiter im Chaos.

Die 90er

In den 90er Jahren waren die Ranger größtenteils damit beschäftigt, die Lehren aus den vorangegangenen Konflikten zu ziehen, große Teile Ihrer Ausrüstung und des Trainings zu verbessern. Auch neue Fahrzeuge wurden beschafft und zahlreiche Übungen mit Verbündeten veranstaltet.
Bis vor kurzem gehörte das schwarze Barett zum Abzeichen der Truppe, doch als es zur generellen Kopfbedeckung der US Army wurde, führten die Ranger am 27. Juli 2001 das sandbraune Barett als ihr Zeichen ein.

Operation "Enduring Freedom" (Afghanistan 2001-?)

Die Terroranschläge auf das World Trade Center sowie das Pentagon und die darauf folgenden Gegenschläge gegen das Al-Kaida-Netzwerk und die Taliban, brachten neue Einsätze für das Ranger Regiment. Anfangs war der Anti-Terror-Krieg durch Luftangriffe geprägt und nur wenige Bodentruppen wurden eingesetzt. Die Soldaten am Boden waren überwiegend für Fernspäh- und FAC-Einsätze (Forward Air Controlling) eingeplant. Dies änderte sich in der Nacht zum 20. Oktober 2001. In dieser Nacht wurden simultan zwei Aktionen durchgeführt: Bei der ersten Mission gingen Angehörigen des SFOD-1 gegen ein mutmaßliches Wohnhaus des Taliban-Führers Mullah Omar vor. Hierbei zogen sich einige Angehörige dieser Einheit Verletzungen zu, da es zu heftigen Gefechten während der Eroberung des Hauses kam.
Die Ranger hingegen führten einen Kampfabsprung in Kompaniestärke (ca. 150 Mann) mit drei MC-130 durch. Das Ziel war ein Flughafen nahe Kandahar, welcher unter anderem von Al-Kaida Terroristen benutzt wurde. Zwei Soldaten der Ranger verletzten sich während des Absprunges. Die Ranger eroberten den Flughafen ohne beträchtlichen Widerstand, aber als sich die alarmierten Taliban näherten begannen stärkere Kämpfe. Die Ranger konnten sich dank massiver Luftunterstützung, u.a. durch AC-130 gut halten. Nach zwei Stunden wurden die Ranger mit Helikoptern ausgeflogen und die Mission war beendet. Diese Aktion wurde auch gestartet um die Reaktionszeit der Taliban zu testen. Doch in der selben Nacht ereignete sich noch ein folgenschweres Unglück ohne feindliche Waffeneinwirkung, als ein Blackhawk-Hubschrauber abstürzte. Es gab bei jedem größeren Kommandounternehmen immer ein Rettungsteam mit Helikoptern, welches in sicherer Entfernung kreiste, um im Notfall jederzeit eingreifen zu können. Doch einer der tief fliegenden Hubschrauber im pakistanischen Luftraum stürzte ab und zwei Ranger der B-Kompanie des 3rd Bataillon starben. Es handelte sich hierbei um den 20jährigen Specialist John J. Edmunds und den 28jährigen Private First Class Kristofer T. Stonesifer. Diese beiden waren die ersten gefallenen Ranger während der Operation "Enduring Freedom".
Die Ranger kamen später vor allem in kleineren Aktionen, meist nur auf Zugebene, zum Einsatz. Nach einiger Zeit wurden sie, wie die Marines auch, von Soldaten der 101th Air Assault Division und der 10th Mountain Division ersetzt.


Umfangreiche "Wasser-Übungen" gehören zur Grundausbildung für angehende Ranger.


Rangerlehrgang

Der Rangerlehrgang in Fort Benning ist die Krönung in der Laufbahn eines Soldaten des Ranger Regiments. Doch die Teilnahme ist erst ab dem Rang des Seargent (Unteroffizier) möglich, da man auf eine gewisse Grunderfahrung bedacht ist. Wenn der Soldat den Lehrgang nicht besteht, bedeutet dies gleichzeitig das er beim Regiment keine weiteren Aufstiegschancen mehr hat.
Doch die Teilnahme ist auch für die Offiziere des Regimentes Pflicht. Neben den Offizieren des Ranger Regiments können auch Offiziere aller anderen Truppengattungen der US Army und von befreundeten Staaten an diesem Lehrgang teilnehmen. Der Lehrgang soll zur Weiterbildung von Führungseigenschaften unter schwerem körperlichen und geistigem Stress dienen, dem allerdings auch ein sehr hartes und brutales Image anhängt. Er geht 2 Monate, wovon man so gut wie keinerlei Freizeit hat, statt dessen sieben Tage Dienst in der Woche, 18 Stunden am Tag. Die Ausscheidungsrate ist verhältnismäßig hoch, teilweise bis zu 65% . 
Um überhaupt zu dem Lehrgang zugelassen zu werden, müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

Ü freiwillige Meldung
Ü mindestens 400 Punkte im "Pysical Test"
Ü erfolgreicher Abschluss des "Wasserüberlebenstest unter Einsatzbedingungen"
Ü Tropentauglichkeit
Ü militärische Grundkenntnisse in 46 verschiedenen Bereichen
Eine vorherige Fallschirmausbildung ist nicht notwendig, obwohl die meisten Teilnehmer diese haben. Während des zweimonatigen Lehrganges fallen alle Rangabzeichen, Orden oder andere Privilegien weg und der Teilnehmer wird unabhängig von seinem Rang nur mit "Ranger" angesprochen. Es werden 150köpfige Lehrgangskompanien gebildet, deren Führungspositionen im Wechsel von den Teilnehmern ausgefüllt werden.
In der ersten Phase ist gnadenloses "Schleifen" der Teilnehmer angesagt. Fehler, bzw. mangelnde Leistung werden mit zusätzlichen Liegestützen oder ähnlichen "Strafen" geahndet. Außerdem werden Kenntnisse im Sprengwesen, Feuerleitung für schwere Waffen und Nahkampf vermittelt. Während einigen Spähtruppübungen müssen die Teilnehmer das Gelernte in der Praxis umsetzen. In der nächsten Phase wird weiterer Unterricht über Einsatzgrundsätze und Kampftechniken von Spähtrupparten erteilt.
Die 12tägige Gebirgsphase wird im Camp Dahlonega verbracht. Dort lernen die Ranger die Tücken und Gefahren des Gebirgskampfes kennen. Danach kam bis 1995 ein Abschnitt in der Wüste, doch dieser wurde aus Budgetgründen gestrichen. Die nächste Phase spielt sich im Camp James E. Rudder in Florida ab, wo für viele der härteste Abschnitt stattfindet: Die Dschungel- und Wasserausbildung. Hier werden neben Kämpfen und Überleben im Dschungel auch Grundkenntnisse in der unkonventionellen Kampfführung und Guerilla-Bekämpfung gelehrt, was mit einer amphibischen Anlandung gekrönt wird. Nun ist der Rangerlehrgang beendet und die Bewertung der noch verbliebenen Teilnehmer wird abgeschlossen.
Die erfolgreichen Teilnehmer dürfen nun zusätzlich an ihrer Uniform zeitlebens am linken Oberarm den schwarz-goldenen Streifen mit dem Aufschrift "RANGER" tragen, egal in welcher Truppengattung sie dienen.


Ein Ranger erprobt die Landwarrior Ausrüstung.


Struktur

Ü Das Regiment
Das 75th Ranger Regiment, dessen Hauptquartier in Fort Benning, Georgia liegt, besteht aus drei Rangerbataillonen:

Ü 1stt Battalion, 75th Ranger Regiment, Hunter Army Airfield, Georgia
Ü 2nd Battalion, 75th Ranger Regiment, Fort Lewis, Washington
Ü 3rd Battalion, 75th Ranger Regiment, Fort Benning, Georgia
Die Führungsebenen des Regimentes bestehen aus einer Kommandogruppe mit den normalen Stabspositionen (S-1 bis S-5), einem Fernmeldeelement, eine Feuerunterstützungseinheit, 3 Fernspähtrupps aus jeweils 6 Mann Teams, Teile des Ranger Training Detachment (RTD) und einer Stabskompanie.

Ü Das Rangerbataillon
Heutzutage bestehen die Bataillone aus 38 Offizieren, 2 Warrent Officers (Fachdienstoffizieren) und 571 Unteroffizieren und Mannschaftsangehörigen, aufgegliedert in einer Stabs- und Versorgungskompanie, sowie drei Kampfkompanien.

Ü Die Kompanien
Die Stabskompanie setzt sich aus einem Führungselement, einem Versorgungszug und einer Sanitäts- und Fernmeldegruppe zusammen. Insgesamt besteht die Stabskompanie aus 20 Offizieren, zwei Warrent Officer (Fachdienstoffiziere) und 58 Unteroffizieren und Mannschaftsangehörigen.
Die Kampfkompanie besteht aus 6 Offizieren und 171 Unteroffizieren und Mannschaftsangehörigen. Die Kompanie ist in eine Kompanieführungsgruppe, 3 Infanteriezüge und einen schweren Zug unterteilt. Der schwere Zug besteht aus einer Mörsergruppe (2x M224), einer Panzerabwehrgruppe aus jeweils drei 3-Mann Trupps mit den 84 mm Carl Gustav, zwei 2-Mann Scharfschützentrupps (mit M24) und einem 2-Mann-Trupp mit der Barrett M82A1.
Die Infanteriezüge bestehen aus jeweils 1 MG-Gruppe und 3 Schützengruppen. 


US Ranger durchqueren ein Gewässer


Waffen & Ausrüstung

Die US Ranger setzen die selben Waffen wie die meisten amerikanischen Infanterieeinheiten ein. Folgende Waffen kommen derzeit zum Einsatz:
Ü Pistole:
Beretta M9 (9 mm x 19)
Ü Sturmgewehre:
Colt M16A2/3 (5,56 mm x 45) 
Colt M4A1 SOPMOD (5,56 mm x 45)
Ü Maschinengewehre:
FN M249 lMG (5,56 mm x 45) 
FN M240 G (7,62 mm x 51) 
Ü Panzerabwehrwaffen:
FFV AT-4 
RAAW (84 mm Carl Gustav) 
TI/Martin Javelin
Ü Scharfschützengewehre:
Remington M24 (7,62 mm x 51)
Barett M82A1 (12,7 mm x 99)
Ü Unterstützungswaffen:
Browning M2 HB .50 BMG (12,7 mm x 99)
M203 Granatwerfer am Sturmgewehr befestigt (40 mm x 46)
M224 LWCMS Mörser (60 mm)
Saco Defense Mk.19 Granatmaschinenwerfer (40 mm x 46) 
FIM-92A/B/C Stinger (tragbare FlaRak) 
M-18 Claymore (Minen)
An Fahrzeugen stehen 60 RSOVs (Ranger Special Operations Vehicle) zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Landrover 110, welche dank Erfahrungen im Golfkrieg beschafft wurden. Die Besatzung besteht aus Fahrer, Bordschütze und Kommandant bzw. weiteren Bordschützen. Als Bewaffnung sind meist mehrere Systeme befestigt, welche sich aus MG's und Granatmaschinenwerfern (Mk.19) und verschiedenen Panzerabwehrraketen zusammensetzten. Neben der Kampf- gibt es noch Sanitäts-, oder Funkfahrzeuge. Jedem Bataillon stehen 12 dieser nützlichen und luftverladbaren Fahrzeugen zur Verfügung. An weiteren Fahrzeugen kommen auch noch bei jedem Bataillon 10 Honda Dirtbikes, sowie für Wasserlandungen auch Zodiac Schlauchboote zum Einsatz.
Die Ranger können, da sie Luftlandetruppen sind, von fast jedem Flugzeug der Air Force und der Army angelandet werden. So werden Absprünge von C-130 Hercules, C-17 Globemaster III und C-141 durchgeführt. An Helikoptern kommen zahlreiche Varianten der Blackhawk-Familie (UH-60, MH-60, usw.) sowie diverse Versionen des CH-47 Chinooks zum Einsatz. Zu Trainingszwecken werden auch noch die altgedienten Bell UH-1 "Huey" verwendet.


US Ranger mit Landwarrior Ausrüstung


Fazit und Zukunft

Die Ranger werden auch in Zukunft unabdingbar für jeden Konflikt und jede Krise sein, in welche die Vereinigten Staaten verwickelt sind. Sie stellen zusammen mit den Marines die Speerspitze der amerikanischen Streitkräfte dar. Immer wenn es sich um einen Einsatz handelt, der über eine Beraterunterstützung durch die Green Baretts hinausgeht, kann man mit größter Sicherheit davon ausgehen, dass die Ranger zum Einsatz kommen. So werden diese Elite-Fallschirmjäger in naher Zukunft höchstwahrscheinlich immer noch Kampfabsprünge über wichtigen feindlichen Punkten, wie z.B. Flughäfen oder ähnlichem, durchführen und diese in harten Gefechten erobern.


Ein junger Ranger blickt durch das ZF seines M4A1 Sturmgewehres


Weiterführende Literatur/ Links
Ü David Bohrer, US Eliteverbände, Motorbuch Verlag
Ü Hartmut Schauer, US Rangers - Geschichte einer Elitetruppe, Motorbuch Verlag
Ü Ranger in Somalia, www.blackhawkdown.com
Ü Specwarnet, www.specwarnet.com/americas/ranger.htm
Ü Specialoperations.com, www.specialoperations.com

Pictures by US Army; Text by Desert Hawk