Die Seeschlacht von Tsushima

am 27/28. Mai 1905
     
 
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Liste der am Krieg beteiligten russischen Schiffe und ihrer Schicksale
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Der Russisch-Japanische Krieg

Im Zuge des Russisch-Japanischen Krieges (1904-1905) kam es am 27./28. Mai 1905 in der Koreastrasse zwischen Japan und Korea, östlich der Insel Tsushima zu einer Seeschlacht zwischen einer russischen Flotte unter Admiral Sinowi Petrowitsch Rojestwenski und der japanischen Flotte unter Admiral Haihatschiro Togo. Die zweitägige Schlacht zählt zu den größten (Anzahl der beteiligten Schiffe und Mannschaften) Seeschlachten der Geschichte und sie endete mit der völligen Vernichtung des russischen Geschwaders. Der Sieg Togos fand damals große Beachtung und gilt durch den anschließend geschlossen Frieden als Eckpfeiler für die Festigung der Vormachtsstellung Japans im pazifischen Raum. Die Zerschlagung und anschließende Vernichtung der nach damaligen Betrachtungen etwa gleich starken russischen Flotte durch Japan unter vernachlässigbaren eigenen Verlusten soll Gegenstand dieser Untersuchung sein.
 
 

Port Arthur

Am 06.02.1904 teilt der japanische Botschafter der russischen Regierung nach einer Reihe direkter und indirekter Provokationen Russlands durch den russischen Stadthalter in Port Arthur (Aléxejew) und nach einer Reihe fruchtloser Japanischer Protestnoten den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit. Aléxejew (Oberbefehlshaber der Land- und Seestreitkräfte in Port Arthur) erhält am 08.02.1904 den telegraphischen Befehl des Zaren "Es ist erwünscht, dass die Japaner und nicht wir die kriegerischen Operationen eröffnen.". Am selben Tag wurden alle japanischen Staatsangehörigen aus Port Arthur von einem japanischen Dampfer abgeholt. Zu diesem Zeitpunkt hat Aléxejew das Kommando über das Port Arthur Geschwader (später umbenannt in "erstes Pazifische Geschwader"), sieben Linienschiffe, vier große Kreuzer, einige schnelle Kreuzer, mehrere kleine/ungeschützte Kreuzer und Torpedoboote. Trotz der imminenten Bedrohung versäumte er es seine Schiffe in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen und den von ihm fast sämtlicher Kompetenzen beraubten Geschwaderchef Vizeadmiral Starck von der politischen Entwicklung zu informieren. Es wurden lediglich zwei Torpedoboote, mit striktem Befehl unter keinen Umständen das Feuern zu eröffnen, zur Bewachung der Hafeneinfahrt detachiert. Eine schriftliche Anfrage des Vizeadmirals wenigstens seine Schiffe abdunkeln zu dürfen wird von Aléxejew mit der Notiz "Nein. Noch nicht." abgelehnt. Während der Neumondnacht sichten die beiden zum Wachdienst abgestellten Torpedoboote eine japanische Torpedobootflottille mit Kurs auf Port Arthur. Befehlsgemäß hetzen sie zurück, aber noch während sie ihrem Flaggschiff signalisieren, greifen die Japaner an und treffen die Linienschiffe "Pallada", "Zessarewitsch" und "Retiswan" schwer. Das einsetzende Abwehrfeuer der russischen Flotte kommt zu spät und die getroffenen Linienschiffe "Pallada" und "Retiswan" sacken auf Grund, "Zessarewitsch" muss die Flutventile öffnen um nicht mit dem im Schlepp weggesackten "Retiswan" zu kollidieren. Zur gleichen Zeit liegen im neutralen Hafen Tschemulpo der große Kreuzer "Warják" und der 20 Jahre alte, kleine ungeschützte Kreuzer "Korejetz". Um die Lage zu klären will "Korejetz" nach Port Arthur auslaufen, gerät dabei mitten in eine japanische Landungsaktion und glaubt sich mit Torpedos angegriffen. "Korejetz" feuert einige Schüsse ab und zieht sich wieder nach Tschemulpo zurück. Am 09.02. richtet der Kommandeur der japanischen Deckungsgruppe, Konteradmiral Uriu, an die russischen Schiffe ein Ultimatum. Wenn diese nicht bis 12.00 Uhr den neutralen Hafen verlassen, werde er den Hafen  angreifen. Um die Neutralität des Hafens und der dort liegenden internationalen Schiffe zu gewährleisten machen die beiden russischen Schiffe Dampf auf und verlassen unter Gefechtsflagge Tschemulpo. Konteradmiral Urius neun Panzerkreuzer und Kreuzer schießen den Kreuzer "Warják" auf 9.000 m mit ihren hervorragenden Brisanzgranaten und dem berüchtigten Schnellfeuer zusammen, während sich die "Korejetz" mit ihrer schwachen Bewaffnung kaum am Gefecht beteiligen kann. Nach eineinhalb Stunden und nachdem alle Kampfmittel erschöpft sind, ziehen sich die russischen Kreuzer wieder in den Hafen zurück. Der schwer beschädigte "Warják" versenkt sich dort selbst und "Korejetz" wird von der Besatzung gesprengt. Einige Stunden später verunglückt der Streuminendampfer "Jenissei" beim Auslegen einer Minensperre vor Port Arthur. Er, und der zur Hilfe eilende kl. Kreuzer "Bojárin", gehen auf den Minen verloren.

Die Ausschaltung der russischen Flotte in und um Port Arthur war somit vorübergehend erzielt und die Japaner konnten nun ungestört ihre Truppentransporte über See schicken. Durch die Veröffentlichung der Reparaturberichte der drei Linienschiffe aus Port Arthur in russischen Zeitungen wusste Admiral Togo zu welchem Zeitpunkt das dortige Geschwader wieder zur Bedrohung werden würde und stellte sich entsprechend ein. Am 18.02.1904 wird der ehemalige Kriegsminister Kuropatkin zum Höchstkommandierenden (Landstreitkräfte Korea) ernannt, muss aber als Folge der Günstlingswirtschaft im Zarenreich absolut unfähige Untergebene in entscheidenden Positionen dulden, etwa die Generäle Baron Stackelberg und Grippenberg.

Der glücklose Vizeadmiral Starck wird am 17.02.1904 durch den tüchtigen und beliebten Vizeadmiral Makárow ersetzt. Das mitreißende Wesen Makárows war offenbar gut geeignet, um die bei Offizieren und Mannschaften der Flotte eingetretene allgemeine Niedergeschlagenheit zu vertreiben und selbst die erheblichen Mängel an Ausrüstung und Schulung seiner Leute zum Teil zu kompensieren. Bereits hier wird die Gefahr klar, die in dieser Fertigkeit liegt: Die Moral und Leistungsbereitschaft seiner Leute hängt nicht vom Admiral Makárow ab, sondern von der Person Makárow selbst. Nach seiner Ankunft verwandelt Makárow die Flotte schnell durch ständiges Auslaufen und Patrouillieren in eine aktive Bedrohung für den japanischen Nachschub (eine sogenannte "fleet in being") und zwingt dadurch Togo seine Flotte ständig in Defensivmaßnahmen langsam abzunutzen. Bereits zwei Tage nach seinem Eintreffen kommt es zu Nachtgefechten (9.-10.03) zwischen den sich bis dahin im Hafen versteckten russischen Torpedobooten und der japanischen Torpedobootsvorpostenlinie. Am Morgen des 10.03. wird das zurückkehrende Torpedoboot "Steregutschy" von der zweiten japanischen Zerstörerdivision in Sichtweite von Port Arthur manövrierunfähig geschossen und umzingelt. Zur Unterstützung dieses Gefechts nähert sich Konteradmiral Dewas 3. Kreuzerdivision von See her. Das einzig russische Schiff in Port Arthur unter Dampf ist zu diesem Zeitpunkt der kleine ungeschützte Kreuzer "Nowik". Makárow läuft persönlich zum Entsatz für "Steregutschy" auf "Nowik" aus, wird von Dewa abgedrängt, kehrt mit dem Kreuzer "Askold" zurück und rettet zumindest die Überlebenden der sinkenden "Steregutschy". Wenige Stunden später liegen die russischen Schiffe im versandeten Hafen während der Ebbe fest. Die Japaner unter Togo beginnen ein indirektes Bombardement des Hafens aus einer nahegelegen Bucht. Die für die Japaner sichtbaren Vorbereitungen und das Auslaufen der russischen Flotte hatten unter Admiral Starck immer 24 Stunden betragen, deshalb geht Togo kein großes Risiko ein. Am 11. März verlässt dann das gesamte Geschwader Makárows in nur zwei Stunden den Hafen, führt einige Manöver durch und kehrt in völliger Ordnung gegen Abend zurück. Am 22.03. wollen wieder zwei japanische Linienschiffe ein Bombardement beginnen, Makárow hatte aber bereits Artilleriebeobachtungspunkte einrichten lassen und erwidert mit seinen Schiffen das japanische Feuer. Die "Fuji" wird schwer getroffen und muss sich zurückziehen. Makárow läuft nach Ende der Ebbe mit fünf Linienschiffen aus und vertreibt die Japaner aus der Bucht. Um die russische Flotte endgültig zu Blockieren, beginnt Togo einen Minenkrieg gegen Port Arthur. In der Nacht vom 12.-13.04.1904 legen die japanischen Torpedobootsdivisionen in dichtem Schneegestöber einen Minengürtel vor Port Arthur. Die russischen Wachschiffe, ein Kreuzer und die Torpedoboote "Straschni" und "Smälni" patrouillieren vor dem Hafen. "Straschni" verliert im Schneetreiben den Anschluss und ordnet sich irrtümlich in die Kolonne der abrückenden japanischen Torpedoboote ein. Am Morgen bemerken beide Seiten den Irrtum und die Japaner schießen das Boot zusammen. Auf dem bereits sinkenden Fahrzeug sind alle Kampfmittel vernichtet und der verwundete Kommandant feuert mit dem letzten Maschinengewehr auf die japanische Übermacht, als der Kreuzer "Bájan" zur Rettung kommt. Jetzt taucht auch Admiral Dewas 3. Kreuzerdivision auf und droht die Rettungsaktion zu verhindern. Mit seinem Flaggschiff "Petropáwlowsk", einem weitern Linienschiff und drei kleinen Kreuzern eilt der Admiral "Baján" zur Hilfe und zwingt Dewa zum Rückzug. Zu Dewas Unterstützung erscheinen nun die neun Linienschiffe Togos und Makárow muss seinerseits zurück. Obwohl der kleine Kreuzer "Diana" schon in Reichweite ist, lässt Togo nicht feuern, sondern treibt die Russen bis um etwa 9.40 Uhr und bricht dann die Verfolgung ab. Eine viertel Stunde später explodiert eine japanische Mine unter der "Petropáwlowsk", die 18 Torpedos im Bugtorpedoraum explodieren in einer gewaltigen Sekundärexplosion, die ihrerseits die Munitionskammern des Schiffes in einer noch gewaltigeren dritten Explosion entzündet. Das Schiff zerbirst und geht in wenigen Sekunden über den Bug mit noch drehenden Schrauben unter. Vizeadmiral Makárow, 31 Offiziere, 600 Mannschaften und Unteroffiziere gehen mit dem Schiff unter.

Von nun an liegt die russische Flotte in Port Arthur fest. Die Japaner können unbehelligt General Nogi und seine Armee landen. Dieser schließt am 12.05.04 Port Arthur ein. In Russland beginnt man bereits am 16.04.04 mit einem tollkühnen Plan: In den Ostseewerften wird ohne Rücksicht auf die Kosten und auf direkte Weisung des Zaren eine neue Flotte aus dem Boden gestampft um Port Arthur freizukämpfen und Togo zu schlagen. Durch die Verbreitung dieser Information in der internationalen Presse erfuhr der japanische Generalstab sehr schnell von diesem Vorhaben. Man wusste nun, dass Port Arthur wohl nicht rechtzeitig ausgehungert werden konnte und erteilte General Nogi die Anweisung die Stadt so schnell wie möglich zu erobern. Die Schlüsselstellung war hier der "Hügel 203". Von ihm aus könnte die Festung eingesehen werden und mit gelenktem Artilleriefeuer alle verbliebenen Schiffe zerstört werden. Seine Eroberung war von nun an ein Wettlauf mit der Zeit.

Zum Befehlshaber des neuen russischen Geschwaders ("Baltisches Geschwader" später "II. Pazifisches Geschwader") wurde  am 05.05.1904 der tatkräftige Admiral Rojéstwenski ernannt. Seine Aufgabe: Überwachung des Geschwaderneu- und Umbaus, Auswahl und Ausbildung der Besatzungen und Offiziere, das Führen der Flotte ins 20.000 Seemeilen entfernte Port Arthur und die Vernichtung oder Vertreibung von Togos Flotte. Bedenkt man die Umstände, unter denen er arbeiten musste, erscheint es unmöglich, dass er überhaupt Korea erreichen konnte. Misswirtschaft, Sabotage, schlechter Ausbildungsstand der Besatzung und Intrigen gegen ihn am Hofe erschwerten seine Arbeit. So waren viele der auf dem Papier georderten und von Fabriken abgeschickten Ausrüstungsgegenstände nicht vorhanden, passten nicht oder waren von minderer Qualität. Diese Umstände lagen nicht in der Verantwortung des Admirals aber mit den Resultaten hatte er zu leben. So waren die neuen Funkanlagen sämtlich unbrauchbar, die optischen Visiere ebenfalls, die Panzerplatten des Flaggschiffs "Suworow" waren zwei Zoll dünner als bestellt, der Konstruktionsschwerpunkt seiner Schiffe war falsch berechnet, so dass die Linienschiffe der ersten Division alle etwa 1,5 m tiefer im Wasser lagen als geplant - trotz der zu dünnen und damit leichteren Panzerplatten. Ein um 1,5 m höherer Tiefgang bedeutete aber auch, dass die Gürtelpanzer an der verwundbaren Wasserlinie jetzt komplett unter dem Wasser lagen und die Schiffe nicht mehr gegen Flachbahnfeuer geschützt waren. Dazu kam, dass der verschobene Schwerpunkt eine Vollladung der Schiffe mit Kohlen kaum möglich machte, denn die Stückpforten der Mittelartillerie lagen bereits zu nah an der Wasserlinie, was in der Ostsee vertretbar war, aber bei der geplanten Fahrt um Afrika herum ein enormes Risiko darstellte.

In Port Arthur lagen die russischen Schiffe unter dem Oberkommando des abwesenden  Alexéjew fest und der kommandierende Offizier, der alte Vizeadmiral Witthöft, konnte sich aufgrund der zu erwartenden Verstärkung durch Admiral Rojestwenski nicht entschließen auszubrechen. Da man Witthhöft, und über die Presse auch Togo, mitgeteilt hatte, dass man im Dezember 1904 oder im Januar 1906 im gelben Meer mit Rojestwenskis Schiffen eintreffen wollte, richteten sich beide bereits nach diesem Termin. Togo drängte General Nogi zur Eile, denn für die zu erwartende Schlacht mussten seine Schiffe dringend überholt und ausgebessert werden. Durch Minen und Unfälle verlor Togo zwischen dem 14.05.04 und dem 05.07.04 den Kreuzer "Yoshino", den kleinen Kreuzer" Miyako", das Linienschiff "Hatsuse", das Linienschiff "Yashima", den Aviso "Tatsuta" und den Kreuzer "Kaimon". Aber General Nogi stürmt mit seinen Bataillonen. Noch zwei Monate hat er Zeit.

Nach vorbereitendem Trommelfeuer japanischer Artillerie stürmt Nogi den kleinen Wolfsberg. Auf russischer Seite hält Kondratenko den Hügel bis zuletzt mit unglaublicher Zähigkeit. Allein 10.000 Mann verliert Nogi an den Hängen des Wolfsbergs. Und die russische Flotte beteiligte sich mit ihrer Artillerie an der Abwehr der Sturmangriffe. Aber Kondratenkos Truppen leiden ebenfalls schwer. Waffen und Munition sind knapp, die Soldaten sind barfuss und die Lazarette zum bersten gefüllt. Nun beginnt Stössel Admiral Witthöft Matrosen und Geschütze seiner Schiffe für die Verteidigung des hohen Berges (Hügel 203) abzunehmen. Den zu Kriegsbeginn nur mit einem Laufgraben versehenen Berg hat Kondratenko mit Unterständen, Höhlen und Bunkern gespickt. Die Moral der Flotte in Port Arthur sinkt aber rapide, und auf manchen Schiffen war man offenbar kurz vor der Meuterei.

Auf Drängen des Oberkommandierenden Alexéjew beschließt der vorsichtige Witthöft am 23.06.04 den Durchbruch nach Wladiwostok. Aufgrund langer Vorbereitung ist Togo über das Auslaufen der Russen im Bilde und während Witthöft 11 Stunden braucht um das ganze Geschwader aus dem Hafen zu bringen hat Togo bereits seine Divisionen gesammelt. Als Witthöft um 18.00 Uhr die Schiffe Togos entdeckt, kehrt er um und lässt vor dem Hafen ankern. Dabei läuft die "Sewastopol" auf eine Mine, kann sich aber über Wasser halten. Die Stimmung auf den Schiffen ist nicht mehr zu unterbieten und Alexéjew schickt erneut den Befehl auszulaufen, um jedoch nicht die Verantwortung für ein Scheitern übernehmen zu müssen, wählte er bei seinem Schreiben an Witthöft folgende Worte: "Halten sie sich vor Augen ,dass das Geschwader nur so lange in Port Arthur bleiben kann, als es dort ungefährdet ist. In anderem Falle gehen sie rechtzeitig in See und, ohne sich auf eine Schlacht einzulassen, wenn dies möglich ist, nach Wladiwostok.". Als "Scheinbar klar, in Wahrheit nebelhaft und sich gleichfalls gegen alle Eventualitäten rückversichernd" hat diesen Befehl Thiess in seinem Buch treffend kommentiert. Die Öffentliche Meinung begann nun den vorsichtigen Witthöft als Feigling zu verspotten und aus Petersburg erfuhr er, dass an die Abfahrt von Rojéstwenski noch nicht zu denken sei.

Auf Weisung des Zaren vom 07.08.1904 geht Witthöft am 10.08.1904 mit allen Schiffen auf Kurs Wladiwostok. Das bedeutet auch die durch Landartillerie schwer beschädigte "Retiswan" und die "Sewastopol" mussten mit. Das reduzierte die Höchstgeschwindigkeit der ganzen Flotte auf 15 SM. Sechs Linienschiffe, drei große Kreuzer, der kleine Kreuzer "Nowik" und acht Torpedoboote. Nun folgte das dunkle Kapitel der Havarien: als erstes Maschinenhavarie auf dem Flaggschiff "Zessarewitsch" - 8 SM, dann Signal von "Zessarewitsch" - voller Stop, dann wieder 14 SM. Eine halbe Stunde später signalisiert "Pobjäda" - voller Stopp.  Als die Flotte wieder Fahrt aufgenommen hat, trifft sie auf die Japaner und um 12.50 Uhr eröffnet Togos "Mikasa" auf 11.000 Meter das Feuer. Witthöft bleibt ruhig, manövriert die Japaner aus und es gelingt den Japanern schwerere Schäden zuzufügen als man selbst erleidet. Togo muss umkehren, Witthöft verfolgen und überholen. Zuerst wird das Schlussschiff der russischen Linie die "Poltawa" zusammengeschossen, dann "Sewastopol", dann "Pereswjät", "Retiswan" und schliesslich Witthöfts "Zessarewitsch". Witthöft hält Kurs nach Wladiwostok und trotz der schwersten Schäden auf den Schiffen feuern die Russen weiter und halten die Formation. Togos Munition wird schon knapp und sein Flaggschiff "Mikasa" kann nach mehren schweren Treffern nur noch 10 Knoten laufen. Dann fegt auf 7.000 m Entfernung eine japanische 30,5 cm Granate heran, durchschlägt die Kommandobrücke der "Zessarewitsch", tötet Witthöft und den größten Teil seines Stabes. Witthöft ist zwar tot, aber der Kapitän der "Zessarewitsch" hält im gepanzerten Kommandostand weiter Kurs. Doch ein weiterer Treffer einer 30,5 cm Granate durchschlägt auch den Kommandostand, töten den Kapitän und den Rudergänger, die "Zessarewitsch" ist steuerlos und beginnt eine unkontrollierte Drehung nach hart backbord. "Retiswan" folgt dem führerlosen Flaggschiff, denn, da keine Meldung über den Ausfall des Admirals gemacht wurde, muss die Linie gehalten werden. Der Kommandant bemerkt seinen Fehler, übernimmt die Führung und nimmt Kurs auf Togos Flotte. Die "Pobjäda" folgt. Auf der "Zessarewitsch" hat der erste Offizier die Kontrolle wiedererlangt und signalisiert: "Übergebe Führung an den Nächstältesten". Der nächste ist Admiral Fürst Uchtomski auf der "Pereswjät". Er lässt nun die Signalflaggen setzen "Kiellinie mir folgen", leider ist der hohe Signalmast seines Schiffes zerstört und das niedrig gehängte Signal wird zwischen Rauch und Feuer nur von der "Sewastopol" gesehen. Sie folgt der "Pereswjät", die aber nur der immer noch irrlaufenden "Zessarewitsch" ausweichen will. Damit ist die russische Linie nun vollkommen zerrissen. Da "Retiswan" und  "Pobjäda" selbst schwere Schäden erlitten haben, stellen sie den Angriff ein und folgen der offensichtlich umkehrenden "Pereswjät". Togo nimmt Kurs auf die angeschlagene "Zessarewitsch", muss sich aber vor den russischen Torpedobooten zurückziehen. Admiral Uchtomski kann neun Schiffe nach Port Arthur retten, die zerschlagene "Zessarewitsch" nimmt Kurs Wladiwostok, verliert aber wegen der zerstörten Kompassanlagen den Kurs und rettet sich am Morgen mit letzter Kraft in den neutralen Hafen Deutsch-Kiautschou und wird interniert. Die Kreuzer "Diana", "Askold" und einige Torpedoboote müssen wegen Kohlenmangels und Gefechtsschäden ebenfalls neutrale Häfen anlaufen und werden interniert. Nur "Nowik" nimmt weiter Kurs Wladiwostok. Dort hat man vom Durchbruchsversuch erfahren und schickt am 14.08.04 drei Kreuzer zur Hilfe. KAdm. Kamimura fängt sie ab und versenkt "Rurik". Ein weiterer Kreuzer dieser Flotte, "Gromoboi", läuft einige Wochen später auf Grund und wird schwer beschädigt. "Nowik" erreicht den russischen Hafen Korsakow, südlich von Wladiwostok, gerät nach einem Gefecht mit dem Kreuzer "Tsushima" auf Grund und zerstört sich nach Bergung von Mannschaft und Waffen selbst. Von nun an spielt das Port Arthur Geschwader keine Rolle mehr.

In Russland sieht man sich aus politischen Gründen gezwungen Kuropatikins Mukden-Feldzug endlich anzukurbeln. Doch durch voreilige Pressemeldungen weiß Marschall Oyama über die Offensivpläne bescheid und tritt mit seiner Armee zum Sturm gegen die russischen Bereitstellungen an. Nach fünf Tagen bricht die Front und Russland verliert die mandschurische Hauptstadt Mudken am 01.09.04 an General Kurokis Armee.

Ende November 1904 greift General Nogi mit allen Reserven den hohen Berg (Hügel 203) vor Port Arthur an. Unter dem Einsatz der "Banzai-Krieger", Selbstmordkommandos die mit am Körper getragenem Dynamit die Stacheldrahthindernisse sprengen, rücken die Japaner Schritt für Schritt vor. Kondratenkos Truppen halten sie immer wieder auf und die Japaner erleiden schrecklichste Verluste. Ohne Nachschub halten die Russen bis zum 06.12.1904 stand. Dann stürmen Nogis Truppen die Bergkuppe. Die noch lebenden, zum Teil waffenlosen russischen Soldaten stürzen sich mit bloßen Händen auf Nogis Sturmtruppen und werden bis zum letzten Mann vernichtet. Am Hügel 203 fallen 3.000 Russen und 11.000 Japaner. Darunter die beiden Söhne des japanischen Generals. Am 15.12.1904 streut die schwere japanische Belagerungsartillerie, wie schon seit Tagen, die Bereiche der kleinen Sperrforts ab. Eine 28 cm Granate trifft das Werk "P" des Forts II. General Kondratenko und sein Stab fallen. Am 20.12.1904 sprengen japanische Pioniere einen Minenstollen, und das zentrale Verteidigungswerk der Russen wird zerstört. Am 02.01.1905 kapituliert Stoessel mit der Festung, ohne dem Kommandeur der Flotte, Admiral Wiren, genug Zeit für die gründliche Zerstörung der noch verbliebenen Schiffe zu geben. Die Zerstörungen sind unzureichend und die Japaner können später einen Teil der Linienschiffe des Port Arthur Geschwaders heben und in Dienst stellen. Lediglich das Linienschiff "Sewastopol" wird von seinem Kommandanten vor dem Hafen im Tiefwasser versenkt. Mit Port Arthur verliert Russland 40.000 Mann an Gefangenen und 38.400 Tote. Die Verluste der Japaner beim Sturm der Stadt betrugen etwa 60.000 Tote.


Port Arthur (Bild 2)

 
 
Vorgeschichte der Schlacht

Rojestwenski hat mit seinen 45 Schiffen zu diesem Zeitpunkt schon Madagaskar erreicht. Die Besatzungen und Offiziere der Trossschiffe, insbesondere die der "Kamtschatka" benehmen sich völlig daneben und amüsieren sich ausgelassen an Land bis der Admiral einige aburteilen und einsperren lässt (vor der Schlacht wurden alle Gefangenen freigelassen). Auf Grund fehlender Flottenstützpunkte war Rojestwenski gezwungen zum Teil die Kohlenübernahme (das Kohlen) und einen Teil der ständig auftretenden Reparaturen auf dem Marsch weit vor der Afrikanischen Küste auf See durchzuführen. So erleidet, z.B., das Torpedoboot "Gromki" einen Ruderbruch und muss im seit Tagen andauernden, schweren Seegang repariert werden. Das Geschwader nimmt derweil Kohlen. Der vom Flaggschiff herangerufene Schiffsbaumeister Politowski schildert in den Briefen an seine Frau wie das Leben auf dem Torpedoboot nach einer Woche schweren Seegangs aussah: Nur noch vier Würstchen und etwas Kohlsuppe sind vorhanden, die Männer der "Gromki" haben seit Tagen nichts gegessen. Ein Arbeitstaucher wird in der schweren See zum Ruder herabgelassen, gleich schießen Haie heran. Matrosen mit Karabinern sichern ihren Taucherkameraden von Deck als die Sicherungsleine reißt und der Taucher in die Tiefe verschwindet. Ein zweiter Taucher wird ausgesetzt, wird aber, durch das auf und ab in den meterhohen Wellenkämmen, "mit allen Folgen" schnell seekrank. Nach der Reparatur muss der entkräftete Mann mit Stricken an Deck gezogen werden und fällt, wie tot, um. Politowski schreibt: "Dazu wurde die ganze Zeit gekohlt. Es war die richtige Hölle".

Bereits zu dieser Zeit sind die Schwächen von Schiffen und Besatzungen überdeutlich. Rojéstwenski hat Admiral Fölkersam von Tanger aus durch den Suez-Kanal geschickt und ist selbst mit der ersten Division um Afrika herumgefahren. Als Treffpunkt gelten Nossi Bé und das größere Diégo Suarez an der Nordküste der Insel Madagaskar. Am 28.12.1904 erreicht Fölkersam Nossi Bé und am 08.01.1905 ist Rojestwenski dort. Durch politischen Druck wird den gecharterten deutschen Kohleversorgungsschiffen von ihrer Reederei die Weiterfahrt in das Chinesische Meer verboten. Somit sitzt Rojestwenski zunächst fest. Er weiß das Togo nach dem Fall von Port Arthur seine Schiffe überholen muss und die Verzögerung durch die Kohlenfrage den Japanern dafür genug Zeit lässt. Die Japaner können sogar in aller Ruhe die ausgeschossenen Rohre ihrer schweren Artillerie austauschen (Die japanischen Geschütze stammten aus England und waren so genannte "Drahtumwicklerrohre", d.h. das Rohr war nicht aus einem Guss sondern ein massiver Stahlkern war mit vielen Drahtbandagen umwickelt. Diese Rohre hatten nur eine recht kurze Lebensdauer von etwa 100 Schuss bevor ihre Zielgenauigkeit rapide nachließ und sie "ausgeschossen" waren.).

Erst am 16.03.1905 kann er die Insel verlassen, erhält aber noch den fatalen Befehl sich mit Admiral Njebogatov's drittem Geschwader zu vereinigen. Ohne das dies militärischen Sinn machte, hatte man auf Agitation des Ministers Klado den greisen Admiral Njebogatov mit Schiffen, die man Jahre vorher als ausgemustert aus Wladiwostok unter enormen finanziellen Aufwand in die Ostsee geholt hatte, hinter Admiral Rojestwenski hergeschickt. Diese Schiffe verfügten nur über schwache Bewaffnung, konnten nur sehr langsam fahren und hatten noch viel mehr Ausfälle durch Maschinenschäden als der Rest der Flotte. Diese uralten "Selbstersäufer" würden Rojéstwenski zwingen während der zu erwartenden Schlacht auf dem Weg nach Wladiwostok mit Schiffen die 20 oder gar 22 Knoten laufen konnten nur 10 oder 11 Knoten zu laufen. Befohlener Treffpunkt mit Njebogatov´s Schiffen war Kam-ranh-Bay in französisch Vietnam. Am 08.04.1905 passiert Rojéstwenski Saigon und erreicht am 12.04.1905  die Kam-ranh-Bay. Einen Monat liegt die Flotte in der schwülen Hitze Vietnams vor der Bucht. Die Zahl der Pflichtverletzungen nimmt rapide zu und die Moral fällt nicht zuletzt wegen der schlechten Nachrichten aus der Heimat in der bereits die ersten Ausläufer der Revolution zu schweren Opfern führten. Der Admiral lässt jetzt zahlreiche Formationsübungen durchführen, die noch immer schwere Mängel aufweisen. Am 09.05.1905 erreicht Admiral Njebogatov mit seinem Geschwader die Bucht. Einen Tag später läuft Rojéstwenski mit der gesamten Flotte aus.

Von den drei ihm zur Verfügung stehenden Wegen nach Wladiwostok entfallen Zwei: Der Weg südlich um Japan herum und durch die Soya-Strasse kommt wegen der Länge und der Unmöglichkeit mit dem ganzen Geschwader noch einmal Kohlen zu nehmen nicht in Frage. Der Weg nördlich von Tsushima, durch den Westkanal, führt das Geschwader zu nah an gefährliche Riffe und ist zudem teilweise als vermint gemeldet. Mit seinen langsamen Schiffen könnten ihm Togos schnelle Einheiten den Weg abschneiden und ihn auf die Riffe drücken. Also wählt er den direkten Weg, südlich der Insel Tsushima, durch die Meerenge zwischen Tsushima und Ikishima. Togo liegt in der Chinka Bay an der Koreanischen Südspitze und sichert so direkt den Westkanal. Seine mehrfach überlappenden Vorpostenketten sichern aber die gesamte Tsushima Strasse - ein unbemerkter Durchbruch ist nahezu unmöglich. Am 25.05.1905 kommt in der Tsushima Strasse schweres Wetter auf. Rojestwenski detachiert vier Transporter und zwei Hilfskreuzer ("Rion" und "Dnjepr") nach Shanghai. An diesem Tag erliegt Vizeadmiral Fölkersam in seiner Kajüte auf dem Flaggschiff der zweiten Division ("Osljabja") einer schweren Erkrankung. Die Flotte wird nicht von seinem Tod informiert (möglicher, wenn auch unbestätigter Grund hierfür: nach russischem Kalender haben wir  den "13."). Die Admiralsflagge wehrt auf Befehl des Geschwaderchefs weiter am Fockmast des Schiffes, der Sarg des Admirals wird mit Beton ausgegossen und in der Kapelle aufgebahrt.
 
 

Die Seeschlacht bei Tsushima

Am 26.05.1905 erreicht die russischen Flotte Tsushima. Durch das Mithören des verschlüsselten Funkverkehrs wissen die Russen, dass sie die feindlichen Vorpostenketten erreicht haben. Zwar können sie deren Meldungen nicht entschlüsseln, aber aus der Tatsache, dass jede Funkstelle in regelmäßigen Abständen jeweils fast identische Meldungen schickt, können sie erahnen, dass es sich um Statusmeldungen handelt. Am frühen Morgen des 27.05.1905 ändert sich das Funkverhalten - alle japanischen Funkstellen geben nun immer wieder hektisch eine exakt identische Meldung weiter - das russische Geschwader ist entdeckt.

Um 2.45 Uhr japanischer Zeit hat der Hilfskreuzer "Shinano Maru" Lichter eines nach Osten fahrenden Dampfers gesichtet. Nach Annäherung stellen die Japaner fest, dass das Schiff keine Bewaffnung hat. Um 4.30 Uhr macht der Dampfer der "Shinano Maru" sogar eine Meldung mit der Signallaterne. Daraus lässt sich für die Japaner schließen, dass der Dampfer nicht allein ist - als wegen dichten Nebels und der noch immer starken Dunkelheit aber in der Umgebung nichts auszumachen ist, lässt der Kommandant der "Shinano Maru" näher herangehen, kurz darauf sichtet man an Steuerbord auf 1.500 m eine Flotte von etwa 10 Kriegsschiffen. Die  "Shinano Maru" dreht sofort ab und erstattet um 4.45 Uhr Meldung über das Sichten des feindlichen Geschwaders.
Das hell erleuchtete Schiff am Ende des russischen Geschwaders war die "Orel" (nicht das Linienschiff "Orel"), eines der beiden Lazarettschiffe, die sich schon während der gesamten Fahrt als Zivilschiffe gefühlt hatten und sich in unbeobachteten Momenten immer wieder Pausen von den strengen Vorschriften für militärisches Marschverhalten gönnten.

Der japanische Kundschafter wurde auch von den Russen gesichtet. Als die "Shinano Maru" flieht, verliert sie auch bald die Fühlung an das russische Geschwader, so ist der japanische Flottenchef zwar über Kurs und Position, aber nicht laufend über Formation und Geschwindigkeit der Russen im Bilde. Um 5.05 Uhr erreicht Togo die Meldung von "Shinano Maru". Er erteilt Marschbefehle für seine Geschwader und meldet an das japanische Hauptquartier "Ich habe die Nachricht über das Sichten der feindlichen Geschwader erhalten. Die Flotte wird sofort auslaufen, um den Gegner anzugreifen und zu vernichten. Das Wasser ist klar und schön, doch es herrscht hoher Seegang". Togo errechnet, dass er die feindliche Flotte um 14.00 Uhr in der Nähe der Insel Okinoshima abfangen kann.

Um 6.30 Uhr sichtet der kleine ungeschützte Kreuzer "Izumi" das russische Geschwader wieder, er hält Fühlung und sendet nun kontinuierlich Daten über Position und Formation des Gegners an Togo. Um 8.00 Uhr meldet "Izumi" das Setzen der Gefechtsflaggen im Topp aller russischen Schiffe. Obwohl der Späher seinem Admiral Togo wertvolle Dienste leistet, gibt er eine falsche Meldung ab: er meldet die Russen liefen 12 Knoten - dann meldet er die Russen laufen in zwei Kolonnen in Kiellinie - obwohl bereits um 10.40 Uhr das gesamte Geschwader in eine Kiellinie aus allen drei Divisionen geschwenkt ist. Darauf baut jetzt Togo seinen neuen Plan auf und läuft um 12.00 Uhr in den Ostkanal ein. Von den Russen aber keine Spur. Sie sind langsamer und noch gar nicht im Kanal.

Admiral Rojestwenski stellt die Kreuzerdivision unter Vizeadmiral Enquist und den alten Panzerkreuzer "Wladimir Monomach"  zur Sicherung der Transporter ab während die erste Division ("Suworow", "Borodino", "Alexander III.", Orel"), die zweite Division ("Osljabja", "Nawarin", "Sissoi Weliki", "Nachimow") und die dritte Division mit den alten "Selbstersäufern" ("Nikolei I.", "Apraxin", "Senjawin", "Uschakow") in die erwähnte Kiellinie wechseln. Um 12.00 Uhr wird der 34. Breitengrad überquert und die verfolgenden japanischen Kreuzer werden mit einigen Schüssen vertrieben.

Um 13.40 Uhr dann ein Fehler der Russen: der Admiral möchte seine Schiffe zu den sich Backbord nähernden Torpedobooten der III. japanischen Kreuzerdivision unter Admiral Dewa in eine bessere Position zu bringen. Er lässt seiner Division signalisieren "8 Strich nach Steuerbord schwenken" und signalisiert kurz nach der Schwenkung "8 Strich nach Backbord wenden" um den alten Kurs (N23°O - Wladiwostok) wiederherzustellen. Leider versteht das zweite Schiff in seiner Division (Alexander III) die Meldung falsch und glaubt der Admiral wolle die Kiellinie (alle Schiffe hintereinander) nicht aufgeben und folgt seinem Flaggschiff. Das zweite Signal des Admirals besagte aber, dass die Wende nach Backbord auf der Stelle auszuführen sei und nicht erst dann, wenn ein Schiff den Wendepunkt des Vorgängers erreicht hat. Der Wechsel in die Dwarfslinie (alle Schiffe nebeneinander) schlug fehl (Bild 3 - Formationsfehler).  Admiral Dewa dreht, vielleicht verunsichert durch das seltsame Schauspiel, nach Norden ab. Die erste Division läuft jetzt also parallel zur zweiten Division, nur ein wenig voraus.

Um die durch die Überlappung der Formation (erste/zweite Division) entstandene Gefahr will Rojestwenski schnell bereinigen und erhöht die Fahrt der ersten Division und ändert den Kurs auf N20°O um wieder die Spitze der gesamten Kiellinie zu übernehmen. Zu spät. Gegen 13.40 Uhr tauchen im Osten die Linienschiffe von Togos erster ("Mikasa", "Shikishima", "Fuji", "Asashi", "Kasuga" und "Nishin") und Kanimuras zweiter Division ("Idzumo", "Adzuma", "Tokiwa", "Yakumo", "Asama", "Iwate") in Kiellinie auf. Togo glaubt immer noch die Russen liefen in zwei Kolonnen. Die seltsame Formation die durch den beschriebenen Fehler entstanden ist, bestätigt diese Annahme.  Für Togo ist die vermeidliche Steuerbordkolonne der Russen, aus den besten vier Linienschiffen, der Hauptfeind. Seine hohe Geschwindigkeit erlaubt es ihm sich vor den Russen auf die Westseite von deren Formation zu begeben und von dort auf Passierkurs zur schwachen Backbordkolonne der Russen zu gehen (wie Autos auf einer Strasse kommen die feindlichen Flotten leicht versetzt aneinander vorbei. Die Russen rechts - Die Japaner links). Togo erkennt jetzt seinen Fehler. Er lässt sofort nach Backbord, auf die russische Linie, zudrehen um vom Gegenkurs auf Parallelkurs zu wechseln. Das Risiko seine Schiffe einzeln auf die russische Linie zuzuschicken ist ihm vollends klar und er lässt seinen Schiffen die berühmte Meldung signalisieren: "Sieg oder Untergang unseres Reiches hängt von dieser Schlacht ab. Möge jeder seine ganze Kraft einsetzen".  Als erstes ist sein Flaggschiff, die "Mikasa", auf dem gewünschtem Parallelkurs zur russischen Flotte. Um 14.05 Uhr eröffnet das Flaggschiff von Admiral Rojestwenski, das Linienschiff "Suworow", auf 6.700 m das Feuer auf "Mikasa". Noch immer ist die Kiellinie der Russen nicht wieder hergestellt (Bild 3 - Feuereröffnung).


Bild 3: Der Beginn des Gefechts

Togo sieht, dass das Spitzenschiff der zweiten russischen Division "Osljabja" das Schlussschiff der ersten Division "Orel" verdeckt und so jeder Weitschuss, der auf "Osljabja" gezielt ist, zwangsläufig "Orel" treffen muss. Er befiehlt das Feuer der zweiten Division auf "Osljabja" während seine erste Division ihr gesamtes Feuer auf "Suworow" konzentriert. Um "Orel" ebenfalls das Eingreifen in den Kampf zu ermöglichen ändert der russische Admiral den Kurs seiner Schiffe leicht nach Osten. Um 14.12 Uhr liegen beide Flotten auf Parallelkurs. Um 14.20 Uhr schert der japanische Panzerkreuzer "Asama" mit zerstörter Ruderanlage aus der Formation aus. Um 14.40 Uhr beginnen die Japaner die russische Linie zu überholen. Rojestwenski muss seinen Kurs anpassen und leicht nach Steuerbord abdrehen. Um 14.47 Uhr haben sich die Schiffe der zweiten japanischen Division auf die "Osljabja" eingeschossen. Auf Kernschussweite verwüstet ihr Schnellfeuer mit den neuen Brisanzgranaten das russische Schiff. Die schweren Waffen sind ausgefallen, das Linienschiff hat zahlreiche schwere Lecks. Ein Treffer auf Höhe des Kohlenbunkers im Bug lässt die "Osljabja" absinken. Der Bug schneidet unter, und das Schiff, das treu seine Position gehalten hatte, schert in Rauch und Flammen gehüllt aus der Linie aus (Bild 4 - 14.47 Uhr).

Um 14.50 Uhr müssen die Japaner das Feuer einstellen, weil der starke Rauch ihnen die Sicht nimmt. Togos Schlussschiff "Nishin" hat durch russische Trefferwirkung den größten Teil seiner Hauptartillerie verloren. Kurz darauf überholen die Japaner die russische Flotte - der Wind weht den Rauch fort. Alle japanischen Schiffe konzentrieren nun auf 4.000 Meter ihr Feuer auf die "Suworow".  Der bereits schwer beschädigte Panzer (Panzerschiff) wird in Minuten völlig zerschlagen. Teile der Aufbauten sind weggerissen, die Masten gefallen, alle Schornsteine durchlöchert. Viele Matrosen sind tot und giftige Gasschwaden wabern durch die Decks und töten viele weitere (japanische Panzersprenggranaten enthielten 5% Schimose (Trinitrophenol) als Zündmittel, das extrem giftig ist und über Haut und Atemwege aufgenommen werden kann.). Aus vielen Schusslöchern schlagen hohe Flammen - nur der 30,5 cm Turm auf dem Achterdeck feuert unablässig. Da schlagen kurz nacheinander mehrere Granaten ein, zerstören den Torpedoraum und das Rudergestänge, fällen den fordern Schornstein. Die "Suworow", das Flaggschiff der russischen Flotte führt nicht mehr, und beginnt im Kreis zu laufen. "Alexander III." übernimmt die Führung. Alle Schiffe der ersten Division brennen bereits und weisen schwere Schäden auf. Japanische Weitschüsse, auf das neue Führungsschiff abgefeuert, treffen nun auch die dahinterliegenden "Suworow" und "Osljabja". Admiral Rojestwenski, im Panzerturm der "Suworow", wird von den Einschlägen zweier Granaten schwer verwundet. Weiter südlich befiehlt Kapitän Baer seinen Männern die über den Bug nach backbord wegsackende "Osljabja" zu verlassen. Er selbst bleibt an Bord.

Togo hat inzwischen die russische Linie überholt und könnte nun jeden Augenblick nach steuerbord schwenken und mit einem "crossing the T"-Manöver die gesamte Feuerkraft seiner Schiffe auf  den führenden "Alexander III." konzentrieren. Kapitän Buchwochstow auf "Alexander III." erkennt wohl die Gefahr, wendet nach Backbord und schwenkt direkt hinter der japanischen 2. Division (Kamimura) auf Nordkurs. Dieses Manöver bringt die russische Flotte zurück auf Kurs Richtung Wladiwostok. Togo erkennt den Durchbruchsversuch und führt eine Kehrtwende mit seiner gesamten Flotte auf Gegenkurs durch (Bild 4 - 15.00 Uhr).

"Alexander III." muss den Durchbruchsversuch abbrechen und nach Steuerbord ausweichen um Togo nicht doch noch das "crossing the T" zu ermöglichen. Das Linienschiff "Suworow" ist inzwischen wieder Herr über sein Ruder geworden und humpelt als Schlussschiff hinter der russischen Linie her. Von nun an wird das langsame russische Geschwader von Togos und Kanimuras Divisionen systematisch zerschlagen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind bei den Japanern ebenfalls schwere Beschädigungen aufgetreten. 40 Treffer werden nach Schlacht auf "Mikasa" gezählt, keiner davon war kritisch, lediglich die achterne Kommandobrücke und einige leichte Geschütze werden zerstört. Wie bereits vorher konzentrieren die Japaner ihr Feuer auf das jeweilige Führungsschiff. "Alexander III." hält noch 1,5 Stunden durch. Als die russischen Schiffe jedoch zwischen der tiefstehenden Abendsonne und den Japanern stehen, nähert sich Togo ihrer Linie auf Parallelkurs bis auf Kernschussweite an und im Schnellfeuer der 30,5 cm Hauptartillerie und sämtlicher Mittelartillerie der japanischen Schiffe wird "Alexander III." in einer Viertelstunde völlig zerstört. In Flammen gehüllt, der Bug ist völlig weggesprengt, hält das russische Spitzenschiff noch einige Minuten durch. Dann bricht es aus der Linie, hinkt noch eine halbe Stunde feuernd mit kritischer Schlagseite hinterher und versinkt dann in wenigen Minuten mit seiner ganzen Besatzung. Die "Bordino" übernimmt die Führung. Auch sie steht schnell in Flammen. Geführt vom beliebtesten Kapitän des russischen Geschwaders, Kpt. Sjerebrenikow, setzt das fast kampfunfähige Schiff den Kurs Richtung Norden fort. Um 19.20 durchschlägt eine Granate von "Fuji" eine Munitionskammer und "Borodino" kentert in zwei schweren Explosionen. Durch die einsetzende Dunkelheit zerreist endgültig die stark mitgenommene russische Linie.


Bild 4: Der Schlachtverlauf

Um 19.20 Uhr, zur selben Zeit wie "Borodino", sinkt auch "Suworow". Das nur noch aus rauchenden Trümmern bestehende Schlachtschiff wurde nach dem gescheiterten Durchbruchsversuch von "Alexander III." zum Ziel der gesamten nach Westen dampfenden Divisionen Togos und Kanimuras und etwa zwei Stunden später noch einmal zum Ziel der zweiten Division Kanimuras. Eine schwere Explosion ereignet sich im Achterschiff bei den Munitionskammern der Mittelartillerie und zerstört die leichten Geschütze in diesem Bereich. Die zur Versenkung angesetzten japanischen Zerstörergruppen werden von der "Surowow" immer wieder vertrieben, erzielen aber einen Torpedotreffer und das Panzerschiff legt sich um 10 Grad auf die Seite. Vielleicht weil Kapitän Ignatius seinen Offizieren gebetsmühlenartig eingeschärft hatte, auf jeden Fall den Admiral auf ein anderes Schiff zu bringen, sollte die "Suworow" kampfunfähig werden, setzen alle an Bord ihre Kraft ein um das Panzerschiff über Wasser zu halten. Admiral Rojestwenski, inzwischen zum dritten Mal schwer verwundet, ist ins Koma gefallen. Trotz des hohen Seegangs und der noch immer um "Suworow" einschlagenden Brisanzgranaten gelingt es das Torpedoboot "Buini" längsseits zu kommen. Da alle Boote auf der "Suworow" zerstört sind, bastelt man aus Korkwesten ein Floss und zieht den Admiral auf die "Buini". Als das Torpedoboot abdreht wird berichtet, dass Männer an der Reling und auf den zerschlagenen Aufbauten von "Suworow" stehen und erleichtert lachend dem Torpedoboot und ihrem Admiral nachwinken. Um 19.15 Uhr schießen japanische Zerstörer unter Korvettenkapitän Fujimoto auf die bewegungslose "Suworow" mehrere  Torpedos ab. Drei treffen mittschiffs und versenken das bis zuletzt mit seinem letzten 7,5 cm Geschütz feuernde Wrack. 

In seiner Nähe sinkt auch das Werkstattschiff, die "Kamtschatka". Als die Trossschiffe von Dewas Kreuzern auseinander getrieben werden und die "Kamtschatka" allein im konzentrierten Feuer liegt, brüllt der Kommandant einen Maschinisten, der die Übergabe vorschlägt an: "Mach was du willst aber rühr die weiße Flagge nicht an".

Kurzer Rückblick: Vizeadmiral Enquists Kreuzer hatten getan was sie konnten, um den russischen Tross zu schützen, aber die langsamen Transporter verfügten nicht einmal über ein Signalbuch, so dass sie die Signale Enquists nicht verstanden. Obwohl er nicht frei manövrieren kann, gelingt es Enquist Admiral Dewas Schiffen schwere Schäden zuzufügen - Dewas Flaggschiff, der Kreuzer "Kasagi" muss nach mehreren Unterwassertreffern die Linie verlassen und verliert sämtliche Antriebskraft, so dass er von "Chiotse" eingeschleppt werden muss. Allerdings endet Enquists Glück als die 2. japanische Division von Kanimura nach dem Passieren von "Suworow" den Anschluss an Togo verliert und auf den Kanonendonner des Kreuzergefechts zuhält. Enquist muss sich zurückziehen. Der alte Küstenpanzer "Wladimir Monomach" und der alte Panzerkreuzer "Dimitri Donskoi" sichern Enquists Rückzug und schließen sich den nach Norden abdrehenden Schiffen der 3. Division Admiral Nebogatovs an. Das war etwa um 17.15 Uhr.

Nach dem Untergang von "Borodino" befiehlt Togo wegen der einsetzenden Dunkelheit das Feuer einzustellen. Auf russischer Seite setzt sich Admiral Nebogatov auf der "Nikolei I." vor den einzigen Überlebenden der ersten Division, die "Orel", und übernimmt nun die Führung. Es folgen mit mehr oder weniger schweren Schäden die Küstenpanzerschiffe "Admiral Senjawin" und "Admiral General Apraxin", dann das Linienschiff "Sissoi Weliki", der alte Küstenpanzer "Uchakow", die "Nawarin" mit Schlagseite und die "Admiral Nachimov". Neben dem Flaggschiff läuft der kleine Kreuzer "Isumrud" (bei dessen Bau man die Schlingerkiele vergessen hatte...). In einigem Abstand folgen der Küstenpanzer "Wladimir Monomach" und  "Dimitri Donskoi". Die Schiffe der zweiten Division sind alle schwer leck und müssen immer wieder aufreißende Wunden abdichten, während die alten Schiffe der dritten Division fast keine Schäden aufweisen. Jetzt beginnen die japanischen Nachtangriffe der Torpedoboote. Sie sind aufgrund des schweren Seegangs, des russischen Abwehrfeuers und einer zerrissen Führung aber erfolglos. Nebogatov begeht nun einen schweren Fehler der das Schicksal der russischen Flotte besiegelt. Er nimmt an, dass nur noch drei Schiffe und die "Orel" das Geschwader bilden und läuft mit Höchstfahrt nach Norden. "Uschakow", "Nawarin", "Sissoi Weliki", "Nachimow", "Wladimir Monomach" und der alte Panzerkreuzer "Dimitri Donskoi" können in der Dunkelheit nicht mithalten, bleiben zurück und werden ihrem Schicksal überlassen.

Um 6.25 Uhr morgens sichten die Russen die Sicherungsdivision von VzAdm Kataoka, der sich mit seinen vier alten Schiffen schnell absetzt. Eine Aufklärung durch die "Isumrud" ergibt, dass Togos erste Division und die "Asama" bereits auf das Geschwader zusteuern. Eine Stunde später taucht auch Kanimuras zweite Division von Backbord achtern auf. Nebogatov sieht sich eingekreist. Eine Stunde läuft er weiter. Um 10.35 Uhr eröffnen die Japaner auf 8.000 Meter das Feuer. Nebogatov hält Kurs und Geschwindigkeit, dann bemerken die Japaner auf der "Nikolei I." das internationale Signal "XGH" mit der Bedeutung "Wir ergeben uns und wünschen zu verhandeln". Die Japaner feuern aber weiter. Dann streichen die russischen Schiffe der Reihe nach die Andreasflagge und setzen zum Zeichen der Kapitulation die japanische Flagge. Auf "Isumrud" wird plötzlich das schon gesetzte "XGH" eingeholt und der leichte Kreuzer dreht mit voller Fahrt nach Osten ab. Die 6. japanische Kreuzerdivision, unter VzAdm. Togo d.J. jagt ihm nach. Admiral Togo stellt das Feuer noch immer nicht ein, bis ihm Konteradmiral Kato sagt, er verstoße damit gegen den Geist des Bushido. Die Japaner stellen das Feuer ein und setzen ein Boot zur "Nikolei I." über. Nebogatov eröffnet seinen Offizieren "Ich bin ein alter sechzigjähriger Mann, dessen Leben keinen besonderen Wert mehr hat. Man wird mich erschießen. ... Auf diesen Schiffen sind 2.400 Männer, deren Leben mehr Wert ist als das meine. Wollten wir kämpfen, würden wir zweifellos vernichtet werden. ... Ich sehe es als meine Pflicht an, euer Leben zu retten, mag auch mich darüber die Schande treffen...". Er begibt sich auf das japanische Boot um Togo seinen Degen zu übergeben. Zu diesem Zeitpunkt hatten einige Fähnriche schon versucht die Munitionskammern der russischen Schiffe zu sprengen, waren aber aufgehalten worden. Andere hatten unter Tränen Geschütze unbrauchbar gemacht und Geheimunterlagen verbrannt. Togo sichert Nebogatov zu, dass die Offiziere seiner Schiffe auf Ehrenwort in die Heimat entlassen werden.

Die drei Überlebenden der Nachtgefechte, die Nebobatov folgten, aber die Geschwindigkeit seines Schiffes halten konnten, waren die Veteranen "Dimitri Donskoi", "Uschakow" und "Wladimir Monomach". Alle waren bei der Kapitulation nicht zugegen. Kapitän Rojanow musste Wegen eines schweren Lecks die Geschwindigkeit drosseln und nach dem er gefallen war, übernahm Kapitän Mikluch-Maklai das Kommando auf "Uschakow". Am Morgen des 28. sichtet der Ausguck des einsamen Küstenpanzerschiffs Rauchwolken auf ihrem Kurs. Eine angesetzte Beratung der Offiziere darüber was zu tun sei, wenn man auf Japaner trifft, ergab ein einstimmiges "Fechten bis zum Untergang". Um 15.00 Uhr tauchen die beiden Panzerkreuzer "Iwate" und "Yakumo" auf. Der alte russische Küstenpanzer weicht, mit zehn Knoten, nach Süden aus. Zwei Stunden gelingt es ihm außer Schussweite zu bleiben - dann sind beide Schiffe auf 15.000 m heran. Kapitän Mikluch-Maklai realisiert, dass er nicht fliehen kann. Auf "Iwate" bemerken die Russen ein Signal "Ihr Admiral hat sich ergeben, wir fordern sie zur Übergabe auf". Die lecke "Uschakow" wendet schwerfällig um 180°, geht auf Angriffskurs und eröffnet das Feuer. In vierzigminütigem Kampf wird sie zusammengeschossen und beginnt zu sinken. Der Kommandant befiehlt das Öffnen der Flutventile, überwacht von der Brücke das Ausschiffen seiner Besatzung und geht mit seinem Schiff unter.

Die "Wladimir Monomach" erhält noch in der Nacht einen Torpedotreffer, kann sich aber über Wasser halten und nimmt ihre Fahrt nach Wladiwostok wieder auf. Die Lecks reißen jedoch bald wieder auf und der uralte Kreuzer beginnt langsam zu sinken. Am Morgen scheitert die Absicht die Besatzung auf die "Sissoi Weliki" zu überführen - das Linienschiff ist ebenfalls schwer leck. Kurz darauf wird die "Monomach" vom japanischen Hilfskreuzer "Sado Maru" gestellt und beschossen. Der alte Panzerkreuzer ist nicht mehr zu halten. Kapitän Popoff ordnet an, dass Schiff zu verlassen und die Flutventile zu öffnen. Im Morgenrot sackt der Kreuzer über den Bug langsam weg. Die Besatzung des japanischen Kreuzers bringt Leitern, Netze und Taue aus um die russischen Seeleute an Bord zu nehmen. "Wladimir Monomach" sinkt auf ebenem Kiel, die noch rauchenden Schornsteine verschwinden langsam und zuletzt der Mast mit der Andreasflagge. Ein Matrose auf der "Sado Maru" stimmt ein altes japanisches Kriegerlied an. Andere fallen ein und zum Schluss singen alle Seeleute der  "Sado Maru" das alte "Mit dem Schwerte in der Hand" zur Ehrung eines sterbenden Kriegers, während die russischen Seeleute die versinkende Flagge mit einem schallenden "Hurra" verabschieden.

Das Linienschiff "Nawarin" erleidet einen Dampfrohrbruch und wird, mit vier Knoten dahin humpelnd, von mehreren Torpedos getroffen. Das Schiff beginnt zu sinken. Kommandant Vietinghoff will es nicht verlassen. Alle anderen gehen in die Boote, dann kentert die "Nawarin" und begräbt die Rettungsboote unter sich. vier Mann werden später gerettet. Seinen Wunden der Tagschlacht und einigen Torpedotreffern erliegt auch das Linienschiff "Sissoi Weliki". Die Ärzte und viele Sanitäter sind schon früh in der Tagschlacht an Gasvergiftung gestorben und das Schiff liegt voller Verwundeter. Am Morgen versinkt sie nordöstlich von Tsushima.

"Admiral Nachimows" Lecks reißen ebenfalls wieder auf und auch sie sinkt um 5.00 Uhr. Um 6.00 Uhr stellt die Sicherungsdivision von VzAdmiral Kataoka, den Kreuzer "Dimitri Donskoi" in der Nähe der japanischen Insel Ullondo. "Donskoi" beschädigt die Kreuzer "Otawa" und "Naniwa" schwer und sie müssen sich zurückziehen. Am Abend ziehen sich auch die übrigen japanischen Kreuzer zurück. Aber die "Dimitri Donskoi" ist schwer beschädigt und der erste Offizier lässt vor Ullondo Anker werfen. Die Besatzung wird ausgeschifft und der Kreuzer vor der Küste versenkt.

Zu Enquists Kreuzern: Er läuft in der Nacht mit "Oleg", "Aurora", "Schemtung" und drei überlebenden Trossschiffen nach Süden. "Aurora" zog dabei zahlreiche Torpedobootangriffe auf sich, da sie als einziges Schiff klar in der Nacht zu orten war - Ein Funkmast war im Gefecht abgeknickt und in einen der Schornsteine gefallen und verglühte dort langsam und funkensprühend über mehrere Stunden. Seine Kreuzer halten die Formation schlagen Haken und halten durch. Am Morgen sind sie weit vom Schlachtfeld entfernt. In schwerer See reißen die Leckdichtungen und Enquist muss in den neutralen Hafen Manila einlaufen. Obwohl Enquist die Verhandlungen über die Abrüstung seiner Schiffe mit der Ortsverwaltung geschickt verzögert muss er sein Geschwader auf telegrafische Order des Zaren internieren lassen. Der kleine ungeschützte Kreuzer "Almas" löst sich in der Nacht von Enquist, läuft unentdeckt an der japanischen Küste entlang und erreicht am 30.05.1905 befehlsgemäß Wladiwostok. Die "Isumrud", die sich bei der Übergabe der Flotte durch Admiral Nebogatov abgesetzt hatte, erreicht die Küste vor Wladiwostok, läuft auf und wird geräumt. Aus Angst die Japaner könnten das Schiff freischleppen, wird es gesprengt.

Der kleine Kreuzer "Swätlana" versuchte in der Nacht zum 28. den Durchbruch. Die Japaner bemerken ihn, stellen ihn und kämpfen das Schiff mit ihren Kreuzern nieder. Kapitän Schein fällt auf der Brücke. Der Erste Offizier, Surow, ist tödlich verwundet, er ordnet an das Schiff zu verlassen und die Ventile zu öffnen. Er schleppt sich in den Maschinenraum um die Heizer heraufzuholen, überwacht das Einschiffen und bricht, als seine Leute in den Booten sind, tot zusammen.

 Von den russischen Torpedobooten wird "Gromki" am Morgen des 28. gestellt und in kurzem harten Kampf zerstört, die Besatzung verlässt im Maschinengewehrfeuer der Japaner das Schiff. Der Kapitän bleibt an Bord. "Grosni" und "Brawi" erreichen, einzeln laufend, Wladiwostok unter Verfeuerung aller brennbaren Materialien an Bord.

Bleibt noch das traurige Drama um Admiral Rojestwenski. Er war bewusstlos auf die "Buini" geschafft worden. Das Torpedoboot hatte beim Ablegen von "Suworow" noch einen Volltreffer in den Maschinenraum erhalten. Die überlasteten Maschinen drohen auszufallen und die Kohlen sind zu knapp um Wladiwostok zu erreichen. Der Kommandant Kolomeizew, der Stabschef Rojestwenskis der Clapiers de Collongues und der von "Osljabja" gerettete Fregattenkapitän Otsupow beraten und kommen zum Schluss, dass das Leben des Admirals nicht gefährdet werden darf. Sie wollen allerdings für eine Kapitulation nicht die Verantwortung übernehmen und befragen deshalb den schwer verwundeten, zwischen Wach- und Komaphasen wechselnden Admiral auf seiner Koje. Er antwortet von Krämpfen geschüttelt: "Ich bitte so zu handeln, als ob ich nicht an Bord wäre". Der Stabschef weist einen Offizier des Torpedobootes an, dem Kommandanten ein weißes Laken zu übergeben sobald die Japaner auftauchen. Kolomeizew lehnt das aber mit schroffen Worten ab. Dann kommen plötzlich "Bjädowi" und "Grosni" in Sicht. Sie eskortieren die beschädigte "Dimitri Donskoi". "Donskoi" übernimmt die Besatzung von "Buini" und der Admiral wird auf seinen Wunsch auf die nicht beschädigte "Bjädowi" gebracht. "Donskoi" läuft allein weiter und die Torpedoboote verschwinden.
Während einer späteren Kriegsgerichtsverhandlung gibt Kommandant Baranow der "Bjädowi" zu Protokoll beim Anbordnehmen des Admirals von ihm gefragt worden zu sein, ob er auch keine weiße Flagge an Bord habe. Der Kommandant verneinte. Die "Bjädowi" kann zwar 26 Knoten laufen, läuft aber nur 12 - um Kohlen zu sparen. Der Stabschef hat dem Signalgast aber bereits gesagt, er solle eine weiße Flagge bereitlegen. Als dieser sich weigert und fragt, wer das befohlen habe, erfährt er, dass der Befehl vom Admiral käme. Gegen Mittag tauchen japanische Zerstörer auf. "Befehlsgemäß" hält Kommandant Baranow 12 Knoten. Die eskortierende "Grosni" fragt, was man wegen der japanischen Verfolger tun soll. "Bjädowi" ordnet an, mit Höchstgeschwindigkeit nach Wladiwostok zu gehen und reagiert dann nicht mehr auf die Signale von "Grosni". "Grosni" will den Admiral nicht im Stich lassen und nimmt selbstständig Gefechtsposition hinter "Bjädowi" ein. Plötzlich beobachtet "Grosni" wie am Top von "Bjädowi" eine weiße Fahne gehisst wird, dazu das internationale Signal "Habe Schwerverwundeten an Bord" (rotes Kreuz). Diese Kapitulation erfolgte, selbstverständlich, auf Anweisung des Admirals. Der hatte, als man fragte ob man kapitulieren soll, zwischen Krämpfen und Koma mit dem Kopf genickt! Das genügte den anderen Beteiligten alle Verantwortung später auf ihn zu schieben. Die "Grosni" dreht ab, schießt in einem verbissenen Kampf einen Verfolger zusammen und erreicht wie oben beschrieben Wladiwostok.
Als die Japaner heran sind, verlangsamt die "Bjädowi" weiter ihre Fahrt. Der Admiral wacht auf und fragt warum das Schiff stoppt. Der einzige anwesende Offizier tut, als hätte er ihn nicht gehört. Der Admiral stammelt unter Schmerzen "Wenn wir nicht das Feuer eröffnen, werden wir alle Gefangene". Als dann die Maschinen stoppen ruft der Admiral "Wenn wir nicht kämpfen können, müssen wir fliehen". Der Offizier meldet ihm jetzt, dass die "Bjädowi" kapituliert. Der Admiral ist aber wieder ohnmächtig. Einige Offiziere befehlen dem Obermaschinisten das Schiff mit Mann und Maus zu sprengen, er wird noch rechtzeitig gestoppt. Die Japaner schleppen die "Bjädowi" nach Sasebo. Dort retten japanische Ärzte in einer mehrstündigen Operation das Leben Rojestwenskis.

Admiral Togo besucht später seinen Gegner im Lazarett. Er sagt zu Rojestwenski: "Die Niederlage ist ein Los das uns alle treffen kann. Und niemand braucht sich dessen zu schämen. Nein, es kommt nur darauf an ob wir unsere Pflicht getan haben. In den zwei Tagen in denen die Schlacht getobt hat, haben Sie mit ihren Leuten eine bewundernswerte Leistung vollbracht. Ich möchte Ihnen meine Hochachtung und mein Beileid aussprechen. Hoffentlich erholen Sie sich bald wieder." Rojestwenski antwortete: "Ich danke Ihnen, dass Sie zu mir gekommen sind. Ich schäme mich nicht mehr von Ihnen besiegt worden zu sein." In der Seeschlacht von Tsushima am 27/28.05.1905 bleiben einige hundert japanische und 4.550 russische Matrosen auf See.


Die Statue von Admiral Hiehachiro Togo vor
 seinem ehemaligen Flaggschiff der Mikasa.
 (Marnebasis Yokosuka, Japan. Picture by US DoD)

 
Lehren

Zur Schlacht selbst: Die gezielt provozierte Bewegungsschlacht in der Strasse von Tsushima ist durch mehrere taktische Fehler zu Ungunsten der Russen verlaufen. 

  • der Formationsfehler zu Beginn der Schlacht 
Der Formationsfehler war eine Folge der mangelnden Übung der russischen Flotte im Manövrieren (Bewegung in der Formation) und Evolutionieren (Wechsel in eine andere Formation). Diese Mängel lagen nicht in der unmittelbaren Verantwortung des Geschwaderchefs. Er musste, ohne je mit Schiffen und Mannschaften geübt zu haben, auf eine 20.000 Meilen Reise gehen und konnte wegen der Gefahr japanischer Angriffe und der unsicheren Kohlenversorgung in den nächsten Häfen keine Kohle für Manöver vergeuden. Der Fehler ist also ein politischer Fehler der russischen Führung.
  • der starre Kurs Richtung Wladiwostok 
Bedingt durch die dem Admiral bekannten Mängel im Manövrieren hatte er nicht genug Vertrauen in seine Kommandanten. Er wusste nicht ob schnelle und zahlreiche Manöver, wie sie Togo durchführte, die russische Flotte nicht, ohne einen Treffer erhalten zu haben, völlig zersprengen würde. Er konnte auch nicht sicher sein, ob sein eigener Ausfall während komplexer Manöver nicht wegen der mangelnden Initiative der anderen Führungsoffiziere zum selben Resultat führen würde. Da die Hälfte der russischen Schiffe zudem über keine funktionierenden Funkanlagen verfügte, musste das Manövrieren zudem nur mit optischen Signalen erfolgen. Ein weitere Punkt ist der im Gefecht nicht kalkulierbare Kohlenverbrauch (ein Schiff mit zerstörten Schornsteinen benötigt z.B. fast doppelt soviel Kohle für die gleiche Strecke wie ein Unbeschädigtes) erlaubte dem Admiral keine weitläufigen Umfassungsmanöver. 
  • die langsame Fahrt 
War eine Folge des Zarenbefehls Admiral Nebogatov und seine "Selbstersäufer" mitzunehmen und der haarsträubenden Weisung bestimmte Transporter mit nach Wladiwostok zu führen, da dort eine ausreichende Versorgung über die Transsibirische Eisenbahn nicht gewährleistet werden konnte. Gebunden an die langsamen Küstenpanzerschiffe und die Transporter musste sich Rojestwenski von Togo so zwangsläufig ausmanövrieren lassen. Auch hier ist der Fehler politischer Natur - wenn sich auch ein weniger disziplinierter Admiral über diese Weisung hätte hinwegsetzen können.
  • das Schiessverfahren des "gezielten Einzelfeuers" und die mangelhafte Munition. 
Die Russen schossen immer gezielt und beobachtet. Hochgeschwindigkeitsfeuer, wie das der Japaner, kam bei ihnen nicht vor. Die russische Panzersprenggranaten mit ihren Verzögerungszündern ließen aber eine Beobachtung der Wirkung des eigenen Feuers nicht zu, da sie erst im Inneren der feindlichen Schiffe, oder, aufgrund der beachtlichen Zahl an Blindgängern, gar nicht explodierten. Die Folgen waren natürlich auch psychologischer Natur: "Mikasa" lag ja lange Zeit im Feuer der russischen Schiffe, ohne das eine Trefferwirkung beobachtet wurde. (Trotz der 40 Treffer auf "Mikasa"). Das Versorgungsproblem lag nicht in der Verantwortung Rojestwenskis. Verwertbare Schlachtberichte aus den vorhergegangenen Gefechten der Admirale Witthöft und Makarow, die dieses Problem eindeutig geschildert hätten, lagen ihm nicht vor.
  • die Verwundbarkeit der russischen Schiffe 
Lag im wesentlichen an den Konstruktionsschwächen (Tiefgang), der ungünstigen Aufteilung der Abteilungen. Die russischen Panzerungen erwiesen sich an den Kernpunkten wie den Türmen als durchaus haltbar, konnten aber wegen des zu hohen Tiefgangs die Wassereinbrüche nicht verhindern. Zum Schluss noch zwei weitere Meinungen: 

In seinem Buch zur Seekriegsgeschichte von 1925 schreibt der deutsche Admiral Meurer über die Ursachen der russischen Niederlage: 

"Die zweite russische Flotte, der japanischen Hochseeflotte an Kampfkraft auf dem Papier mindestens gleich, war ruhmlos untergegangen, weil sie weder gut geführt, noch gut ausgebildet, noch todesmutig zum Einsatz des Letzten entschlossen war. ...der Tag von Tsushima beweißt nur, dass die Russen aus dem bisherigen Verlaufe des Seekrieges wie aus allen früheren Seekriegen nichts gelernt hatten; jedenfalls nicht das Entscheidende, dass zum Siege auf See der Geist des Angriffs und der Entschlossenheit gehört, der allein den Erfolg verbürgt." 

Zumindest der "Einsatz zum letzten" wurde in der obigen Gesamtdarstellung wohl an zahlreichen Einzelbeispielen deutlich erwiesen. Die Führungsschwäche auf russischer Seite ist hingegen eindeutig nachgewiesen. Hierbei handelt es sich nicht direkt um einen Fehler des russischen Admirals, sondern eher um ein strukturelles Problem. Weder die Ausbildung der russischen Offiziere, noch die vorhandenen Kommunikationsmittel waren geeignet, um schnelle, reibungslose Führungswechsel und Eigeninitiative zu gewährleisten. 

Neville T. Kirk folgert: 

"...Mit bemerkenswertem Scharfsinn eigneten sich die führenden Köpfe in der japanischen Marine nicht nur die Lehren von drei Jahrhunderten Seekriegsführung im Westen an, sondern überflügelten tatsächlich viele westliche Denker in der Entwicklung von Marinewaffen und strategischen und taktischen Konzepten. In der Strategie zeigten sich die Japaner als Meister der Konzentration, besonders in der Niederkämpfung feindlicher Teilstreitkräfte. ... Sie hielten ihre Schiffe zusammen und exerzierten fortgesetzt in Evolutionen und Schiessübungen und waren mit dieser ihrer Seemacht darauf vorbereitet das russische Ostseegeschwader zu besiegen, als es ankam. Im taktischen Bereich erkannten die Japaner früh den größeren Wert der Kiellinie und des Breitseitenfeuers. Indem sie Geschwindigkeit und Beweglichkeit ausnutzten, hatten sie im allgemeinen Erfolg damit, die feindlichen Formationen aufzubrechen und eine überlegene Feuerkraft gegen die aufeinander folgenden Teile der feindlichen Flotte zu erreichen. In Übereinstimmung mit dem von Nelson bei Trafalgar siegreich demonstrierten Prinzip, operierten sie in halb selbständigen Divisionen, um große Beweglichkeit in der Schlacht zu erlangen und um einem Teil der Flotte zu erlauben, zu jeder Zeit auf kürzestem Wege vorzugehen zu dem Punkt, wo er am meisten gebraucht wurde.
 


Admiral Togos Flaggschiff, die Mikasa (Picture by Loren Bellinger)


Weiterführende Links
 
Ü Frank Thiess, Tsushima. Geschichte eines Seekrieges
Ü Richard Hill, Der Krieg der Panzerschiffe, Brandenburgisches Verlagshaus
Ü Fotos der zerstörten russischen Schiffe in Port Arthur unter: http://jove.prohosting.com/~sinking
Ü Spezifikationen und Fotos der Schiffe der ersten Division - "Suworow", "Alexander III.", "Borodino" und Bilder der schweren Schäden auf dem einzigen überlebenden Schiff der ersten Division "Orel", finden sie hier: http://www.warships1.com/RUSpbb19_Borodino.htm
Ü Eine Auswertung der technischen Dokumentation von Art und Wirkung der verwendeten Waffen und Entfernungsmesser  wurden von den  Analysten John Campbell (1979) und D.K. Brown (1996) aufgestellt. Eine Zusammenfassung von deren Auswertungen findet sich in englischer Sprache unter: http://www.gwpda.org/naval/rjwargun.htm 
Ü Die "Mikasa" ist der einzige überlebende Predreadnought, der noch heute zu besichtigen ist. Das Flaggschiff Togos liegt heute in Yokosuka, Japan als Museumsschiff vor Anker: Besucherinformationen der Mikasa-Vereins: (Phototour, Geschichtliche Informationen etc. sind über die etwas unglücklich positionierten Links in dem unteren Teil der folgenden Seite zu erreichen) http://www.city.yokosuka.kanagawa.jp/e/mikasa/index.html 
Ü einige weitere Fotos: http://www.geocities.com/hauptmann6/Mikasapics/Mikasapics.html


Text und Grafiken von Wolf Werther.
 
     
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